Alle vier Jahre überprüft der Kantons seine Eigentümerstrategie in Bezug auf verschiedene Institutionen. Auch die Kulturstiftung wurde in diesem Hinblick nun untersucht - und behält nach Votum des Regierungsrats seine Eigenständigkeit - zur Freude von Stiftungspräsidentin Renate Bruggmann

Von Michael Lünstroth

In einer Medienmitteilung erklärte die Staatskanzlei am Donnerstag, dass der Regierungsrat die Eigentümerstrategie 2017 - 2020 für die Kulturstiftung genehmigt habe. "Die öffentlich-rechtliche Stiftung soll weiterhin eigenständig handeln und die staatliche Kulturförderung ergänzen", heisst es in der Mitteilung. Finanziert wird die Stiftung mit Mitteln aus dem Lotteriefonds.

Die Eigentümerstrategie der Kulturstiftung des Kantons Thurgau bestimmt mit übergeordneten Leitplanken den Spielraum für die Strategie des Stiftungsrates. Die Eigentümerstrategie muss laut Staatskanzlei alle vier Jahre überprüft und allenfalls an neue Situationen angepasst werden. Die Kulturstiftung soll ihre Eigenständigkeit und Unabhängigkeit weiterhin behalten, hält der Regierungsrat in der Eigentümerstrategie 2017 – 2020 fest.

Stiftungspräsidentin Renate Bruggmann reagierte erfreut auf diese Entscheidung. Auf Nachfrage von thurgaukultur.ch erklärte sie: "Wir werten die Eigentümerstrategie des Regierungsrates als ein sehr positives Zeichen. Für das professionelle zeitgenössische Kulturschaffen, das auch weiterhin gefördert werden soll und somit zu einem vielfältigen Kulturleben im Kanton beiträgt einerseits, andererseits aber auch für die Kulturstiftung, die auch in Zukunft eigenständig und unabhängig ihrer wichtigen Fördertätigkeit nachgehen kann."

Die Kulturstiftung des Kantons Thurgau wurde 1991 durch den Regierungsrat gegründet. Sie ist eine öffentlich-rechtliche Stiftung, welche die Kulturförderung des Kantons ergänzt. Laut Eigentümerstrategie bezweckt die Kulturstiftung ausschliesslich die Förderung des zeitgenössischen professionellen Kulturschaffens. "Damit trägt sie zu einem vielfältigen kulturellen Leben im Kanton bei und hilft mit, ein attraktives Umfeld für professionelle Kulturschaffende zu schaffen", erklärt die Staatskanzlei.