12. Literaturwochenende am Untersee

12. Literaturwochenende am Untersee

5 Lesungen in historischen Häusern in bewährter Tradition des literarischen Salons. 5 Gastgeber öffnen ihre Häuser für eine stündige Lesung mit anschliessender Diskussion.


Samstag 19.09.2020

 

16:00 / Steckborn / Tabea Steiner „Balg“

Die Autorin liest aus dem Roman „Balg". Das Familienidyll auf dem Land erweist sich anstrengender als erwartet. Das Paar trennt sich und Antonia sorgt fortan alleine für Timon. Im tristen Alltag kümmert sie sich nur halbherzig um ihren Sohn, der sich gegen diese Vernachlässigung wehrt. Doch niemand erkennt den Hilferuf; er wird nur noch stärker ausgegrenzt. Einzig der ehemalige Lehrer Valentin findet Zugang zu dem Jungen. Zwischen den beiden wächst ein fragiles Vertrauen, das von den Dorfbewohnern misstrauisch beäugt wird.

19:30 / Ermatingen / Lukas Hartmann „Der Sänger"

Der Autor liest aus dem Roman „Der Sänger" und erzählt vom bekannten Sänger Joseph Schmidt auf der Flucht aus Vichy-Frankreich im September 1942, der Angst hat vor den Nazis, Angst um sein Leben, fast so sehr aber Angst um seine Stimme. Auf der Fahrt sucht die Vergangenheit ihn heim: seine Kindheit in der Bukowina, seine Geliebten, die Melodien seiner großen Erfolge.

 

 

Sonntag 20.09.2020

 

11:00 / Ermatingen / Thomas Mann „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ gespielt von Volker Ranisch

Felix Krull, Sohn eines bankrotten Schaumweinfabrikanten, ist ein Träumer und bürgerlicher Nichtsnutz, der das Illusionäre von Welt und Leben tief empfindet und von Anfang an darauf aus ist, sich selbst zu einer Art Lebensillusion zu stilisieren. Er fühlt sich von Natur aus begünstigt und bevorteilt, ist es aber seinem Range nach nicht. Diesen Zufall korrigiert er durch eine, seiner Anmut sehr leicht fallende Täuschung. Volker Ranisch schlüpft in die Rolle des Ich-Erzählers Felix Krull und lässt in freier Rede die illustre Gesellschaft des Romans mit ihrer zahlreichen Personage entstehen.

15:30 / Berlingen / Heinz Helle „Die Überwindung der Schwerkraft“

Der Autor begleitet im Roman zwei Brüder auf ihrer nächtlichen Trinktour von Kneipe zu Kneipe und verbindet ihr Gespräch mit der Suche nach Antworten auf die grossen Fragen des Lebens. Neun Monate später ist der ältere Bruder tot. Was bleibt, sind die Erinnerungen an ihn und Fragen: Warum das Ganze? Was wollen wir auf der Welt? Und was genau soll das überhaupt sein, leben und sterben?

19:00 / Tägerwilen / Katrin Seglitz „Schweigenberg"

Die Autorin erzählt von Arne Schütz, einem Böttcher und Weinbergbesitzer an der Unstrut. Als er in den Wald geht, um Holz zu holen für seine Fässer, trifft er Lutz Winter, der ihn wegen versuchter Republikflucht zu drei Jahren Gefängnis verurteilt hat. Er will, dass Winter eine Ahnung davon bekommt, wie es ist, im Gefängnis zu sein. Neben dem Böttcher, der sich an einem Richter rächt, begegnen uns eine Schuhmacherin, die nach der Wende arbeitslos wurde und ihre Enkelin. Die Wege der drei Menschen verflechten sich.

 

 

Kontakt Veranstalter:

Literaturwochenende am Untersee
0041 78 710 83 37
i.vonballmoos@gmx.at

Veranstaltungsort:

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Thurgau

Vorverkauf / Reservation:

Sekretariat Heidi Walkhoff, 0041 71 672 26 70 (Mo–Fr 10–12, 16–18 h) oder heidi@walkhoff.ch

Ticketpreise:

CHF 20 / EUR 19;
Studenten: CHF 15 / EUR 12 (inkl. Apero).
Fünf Lesungen: CHF 80 / EUR 75

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