Gefährlicher See

Gefährlicher See
Hochwasser in Steckborn 1926. Bildarchiv: R. Labhart | © Bildarchiv: R. Labhart

Wetterextreme & Unglücksfälle am Bodensee & Alpenrhein
Der Bodensee und der Alpenrhein erscheinen als blaue Idylle, doch sie haben auch ihre gefährlichen Seiten.

Der Bodensee und der Alpenrhein sind keine reinen Idyllen: Über Jahrhunderte traten die Gewässer über die Ufer, überspülten Dörfer und Felder, trennten die Verbindungswege zueinander. Der Bodensee verschlang in seinen Stürmen Fischer, Lastensegler und Dampfschiffe. Der ungezähmte „wilde Alpenrhein“ verursachte im Rheintal schwerste Überschwemmungen und führte große Treibholzmengen herbei. In den Tiefen des Sees ruhen havarierte Schiffe, abgestürzte Flugzeuge und namenlose Opfer. In besonders strengen Wintern erstarrte der Bodensee zu Eis: Tausende tummelten sich in tückischer Sicherheit auf der spiegelglatten Fläche, während die Verbindungswege des Handels unterbrochen waren -  mit weitreichenden Folgen für die Versorgung mit Lebensmitteln  waren. In Zeiten des  Klimawandels wird die Seegfrörne zu einer historischen Erinnerung.

Im technischen 19. Jahrhundert wurden die Naturgewalten eingedämmt, der „wilde Alpenrhein“ durch Kanalisation gezähmt. Damit verbundene Industrialisierungsvisionen aber blieben am Bodensee Utopie, das Gewässer wurde bis heute nicht „korrigiert“.

Der Bodensee ist inzwischen ein riesiger, teilweise übernutzter Freizeitpark. Der aktuelle Blick auf die dramatischen Veränderungen des globalen Klimas verweist auch auf den neuzeitlichen Massentourismus, der langfristig beschädigt, was er eigentlich bestaunen und erhalten will.

Unsere Ausstellung erzählt Geschichten vom gefährlichen See und sie macht die aktuellen Veränderungen anschaulich. Wir zeigen Kunstwerke aus Alpen- und  Bodenseeregion, erinnern an die „Rheinnot“ im Rheintal und an spektakuläre Unglücksfälle auf dem See. Wir präsentieren einmalige Relikte der längst vergangenen Lastensegler- und Dampfschifffahrt, Erinnerungsstücke an große Katastrophen, Gerätschaften des Hochwasserschutzes und der Eisrettung sowie geheimnisvolle Funde aus den Tiefen dieses Gewässers.

www.rosgartenmuseum.de

Kontakt Veranstalter:

Städtische Museen Konstanz
97531/900 913
Katharina.Schlude@konstanz.de
www.konstanz.de

Veranstaltungsort:

Richentalsaal im Kulturzentrum am Münster
Wessenbergstraße 43
78462 Konstanz

Öffnungszeiten:

Dienstag – Freitag: 10 – 18 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertag: 10 – 17 Uhr

Vorverkauf / Reservation:

Rosgartenmuseum
Rosgartenstraße 3-5
78462 Konstanz
Tel. 07531/900 245

Ticketpreise:

Eintritt 5 € / Ermäßigt 3 €
Familien 7 €
Eintritt und Führung 7 €

Kommt vor in diesen Sparten

  • Ausstellung

Kommt vor in diesen Interessen

  • Bildung
  • Bodensee
  • Forschung
  • Geschichte
  • Gesellschaft
  • Medien
  • Natur
  • Tourismus
  • Bildende Kunst
  • Kinder
  • Familien
  • Fotografie
  • Jugendliche
  • Vortrag
  • Architektur
  • Schulen
  • 55+
  • Gespräch
  • Exkursion
  • Workshop
  • Präsentation
  • Kulturvermittlung
  • Kunsthandwerk

Werbung

Passende Magazin-Beiträge

Kolumne

Zwei Ausstellungen, zwei Welten

Wie macht man heute eigentlich gute Ausstellungen? Zwei Beispiele aus Konstanz zeigen, was moderne von gestrigen Ausstellungen unterscheidet. Und warum Interaktion für das Verständnis so wichtig ist. mehr

Ähnliche Veranstaltungen

Ausstellung

Auf den Spuren von Martha Haffter

Frauenfeld, Bernerhaus

Ausstellung

Nadja Kirschgarten・Arche Noah II・2019

Stein am Rhein, Kunstschaufenster Kulturhaus

Total Recourse - Im Lauf der Dinge

Konstanz, Ehemaliges Siemensgelände