Schieflage - eine Haltung

Schieflage - eine Haltung

Der Antrieb zum kreativen Prozess und die Entscheidung, Motive mit der eigenen Lebensgeschichte zu verknüpfen, sind das Verbindende der Kunstschaffenden. Die Auseinandersetzung mit der Kunst ist ein Versuch, diese Spannung spürbar zu machen. Sich in Schieflage als Lebensumstand zu halten, offenbart sich als permanenter Zustand: Es bleibt das Trachten und Sehnen nach Gleichgewicht. Strategien, diese Momente des Glücks zu erlangen, sind vielfältig, widersprüchlich, und es gibt keine Garantie, sie zu erreichen.

Performances in einer Schieflage können Denkanstösse, ein Sprengen von Begriffen und ein auf-den-Kopf-Stellen des Herkömmlichen sein. Wo beginnt eine Performance eine Performance zu sein: durch Irritation oder Poesie, durch Bilder oder Bewegungen, durch Geräusche oder Lärm?

Die Werke von Katharina Bürgin leben von der Konzentration auf den Augenblick, in welchem immer wieder Zufälligkeiten das Ergebnis mitbestimmen. Für Ray Hegelbach wurden die Verletzlichkeit des Sehvermögens und die Erfahrung mit Migräne- Auren zum formgebenden Leitmotiv seiner Arbeit. Leo Bettina Roost lotet das Grund- stück des menschlichen Wesens aus. In der Verwandlung von Dingen des Alltags, von umgenutzten Materialien, liegt Humor. Joseph Sapplers Malerei setzt „attraktive“ Landschaftsbilder aus Disneyfilmen in Spannung mit seiner kritischen Haltung synthetischen Realitäten gegenüber.

Ursula Scherrers Installationen mit Elementen ihres Lebensweges fesseln durch ihre unmittelbare Wirkung, irritierende Kraft und Poesie. Margrit Schlumpf-Portmann setzte sich mit ihrer Rolle als Frau und Künstlerin auseinander. Ihre Schnurmalereien sind feministisch geprägt und spiegeln die eigene Situation wie auch die gesellschaftliche Realität der siebziger Jahre wider.

Die Performance „Zu Dritt“ von Gisela Hochuli, Judith Huber und Ursula Scherrer findet auf drei Ebenen, in drei Situationen, während dreier Stunden statt. In der Kochaktion „mäandern“ entlarvt Christine Bernhard die Widersprüche einer abstrakteren, global-ähnlich produzierten Nahrung als Indikatoren einer gesellschaftlichen Schieflage. In „Oscillation“ verlinkt Julie Semoroz Neurowissenschaft mit Klangfrequenzen, das Unsichtbare mit non-verbaler Kommunikation.

Die Kunstschaffenden
Bildende Kunst:
Katharina Bürgin, Schaffhausen
Ray Hegelbach, Oslo/Frauenfeld
Leo Bettina Roost, Schaffhausen
Joseph Sappler, Düsselforf, D
Margrit Schlumpf-Portmann, Bauma

Performance:
Christine Bernhard, Überlingen, D
Gisela Hochuli, Ruppoldsried
Judith Huber, Emmenbrücke
Ursula Scherrer, NYC/Schaffhausen
Julie Semoroz, Genf

Link zum Rahmenprogramm.

via guidle.com

Kontakt Veranstalter:

Haus zur Glocke
052 770 24 50
info@hauszurglocke.ch

Kontaktperson:

Judit Villiger
079 317 30 77
info@hauszurglocke.ch

Veranstaltungsort:

Haus zur Glocke
Seestrasse 91
8266 Steckborn
www.hauszurglocke.ch

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Öffnungszeiten:

Samstag jeweils 16.00 – 22.00
Sonntag jeweils 14.00 – 18.00

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Eintritt frei

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