#21aus21: Unsere besten Geschichten des Jahres

#21aus21: Unsere besten Geschichten des Jahres
Der etwas anderes Jahresrückblick: Wir verabschieden das Jahr mit den besten 21 Geschichten aus unserem Magazin des Jahres 2021. | © Canva

Das zweite Pandemiejahr geht zu Ende und wir blicken noch einmal zurück auf dieses merkwürdige Jahr: Mit den besten und meistgelesenen Texten aus unserem Magazin des Jahres. (Lesedauer: ca. 3 Minuten)

Jetzt ist 2021 fast geschafft und wir wollen doch nochmal kurz zurückblicken auf dieses wieder einmal sehr merkwürdige Jahr. Trotz Pandemie war kulturell einiges geboten. Das sagt sich so leicht, ist aber ja ganz und gar nicht selbstverständlich.

Deshalb kann man das ja mal zum Anlass nehmen, um „Danke“ zu sagen an all die fleissigen und klugen Kulturschaffenden, die sich den widrigen Umständen gestellt haben und trotzdem Kultur ins Rampenlicht, auf die Leinwand oder ins Museum gebracht haben. Ohne euch und euer nimmermüdes Engagement wäre dieses Jahr noch schwerer zu ertragen gewesen!

Danke für Hoffnung und Zuversicht in tristen Tagen

Ihr habt unser Leben bereichert, uns zum Nachdenken, zum Lachen, manchmal vielleicht auch zum Weinen gebracht. Auf jeden Fall habt ihr uns berührt. Und Hoffnung und Zuversicht gegeben in tristen Zeiten. Das ist doch schon ziemlich viel in diesen Tagen. 1000 Dank dafür! Bleibt stark, haltet durch, wir brauchen euch auch noch in den nächsten Jahren!

Mit diesem Beitrag wollen wir das Thurgauer Kulturleben des Jahres 2021 noch einmal hochleben lassen und uns daran erinnern, was wirklich aussergewöhnlich war. Unsere 21 besten Geschichten aus dem Jahr 2021 zeigen, dass das gar nicht mal so wenig war. Viel Vergnügen damit!

Januar 2021

Warum wir über Rassismus reden müssen: Spätestens seit der #BlackLivesMatter-Bewegung ist die Auseinandersetzung mit alltäglichem Rassismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Auch Museen müssen sich fragen, wessen Geschichten sie wie erzählen. Ein Text von Anabel Roque Rodriguez.

Februar 2021

Ich bin: Helen Dahms «Selbstporträt als Malerin» ist das selbstbewusste Statement einer aussergewöhnlichen Frau und Künstlerin. Das inspiriert auch noch heute. Ein Text von Anabel Roque Rodriguez.

Helen Dahm, Selbstporträt als Malerin, 1927, Öl auf Leinwand, 73 x 64 cm, Kunstmuseum Thurgau
März 2021

Gunst und Groll: Der Mocmoc am Romanshorner Bahnhof musste schon viel Diskussion und Spott aushalten. Die schwarz-gelbe Figur ertrug alles duldsam und schwieg - bis jetzt. Ein Text von János Stefan Buchwardt.

Aus dem Leben eine Geschichte machen: Der Frauenfelder Regisseur Friedrich Kappeler bekommt vom Kanton Geld um sein Gesamtwerk zu digitalisieren. Anlass genug für ein ausführliches Gespräch. Darüber, was ihn an Portraits fasziniert, ob die Aura des analogen überbewertet ist und warum dieses Digitalisieren so wahnsinnig teuer ist. Ein Interview von Samantha Zaugg.

«Ich bin ein bekennendes Landei»: Der Frauenfelder Regisseur Friedrich Kappeler im Interview über sein Werk und die Frage, wieso er eigentlich immer nur Männer porträtiert hat. Bild: Samantha Zaugg
April 2021

Und irgendwo flackert ein Licht: Seit fast zwei Jahren leben wir in dieser quälend langen Pandemie. Und hoffen darauf, dass irgendwann alles wieder gut wird. Über ein Gefühl, das wir jetzt alle so dringend brauchen. Ein Text von Jeremias Heppeler.

Die Retter der bedrohten Baustoffe: Wer Baumärkte mag, wird diese Geschichte lieben: In drei Scheunen bewahrt die Denkmal Stiftung Thurgau historisches Baumaterial auf. Ein Besuch zwischen jahrhundertealten Dielen, Türen und Ziegeln. Ein Text von Inka Grabowsky.

Mai 2021

Auf dem Weg in die Zukunft: Die Entscheidung ist gefallen: Das Neue Historische Museum soll in der „Webmaschinenhalle“ in Arbon eröffnen. Das jetzt vorliegende Konzept weist den Weg zu einem spektakulären Ort. Ein Text von Michael Lünstroth.

Die Wir-AG: Gemeinsam leben, gemeinsam arbeiten: Wie klug ist es mit dem Menschen zu arbeiten, den man liebt? Vier Thurgauer Künstlerpaare plaudern aus dem Nähkästchen. Ein Text von Inka Grabowsky.

Wie klug ist es mit dem Menschen, den man liebt auch zu arbeiten? Die vier Thurgauer Künstlerpaare Alex Meszmer und Reto Müller, Michéle Minelli und Peter Höner, Christoph Rütimann und Zszusanna Gahse sowie Rahel Wohlgensinger und Simon Engeli, geben Antworten. Bilder: Inka Grabowsky/Sascha Erni
Juni 2021

Früher war nichts besser: Im Angesicht heutiger Krisen wirken die 1990er und 2000er Jahre fast wie paradieshafte Sehnsuchtsorte. Dabei bestimmten Gier, Rassismus und Sexismus die Gesellschaft damals. Was wir heute daraus lernen müssen. Ein Text von Jeremias Heppeler.

Traut dem Publikum mehr zu! Welche Kultur soll gefördert werden? Und wozu braucht es heute eigentlich noch Kulturpolitik? Die Kulturwissenschaftlerin Theres Inauen über Gerechtigkeit, Black Boxes und Lehren aus der Corona-Zeit. Ein Interview von Michael Lünstroth.

Juli 2021

Mathematik, die Sprache der Welt: Esther Brunner, Professorin für Mathematikdidaktik, erhält in diesem Jahr den Forschungspreis Walter Enggist für ihre Habilitation. Brunners Arbeit dreht sich um die Frage, wie guter Mathematikunterricht aussieht. „Das schönste Fach der Welt“, so Brunner, ist viel mehr als Kindern das Einmaleins beizubringen. Ein Interview von Bettina Schnerr.

Ganz in ihrem Element: Prof. Dr. habil. Esther Brunner forscht für einen verbesserten Mathematikunterricht und die Entwicklung von guten und vielfälitigen Lernmaterialien. Bild: Bettina Schnerr
August 2021

Die Schattenseite der Kultur: Zum dritten Mal untersuchte eine Studie von Suisseculture Sociale die Einkommenssituation der Kulturschaffenden in der Schweiz. Die Resultate sind ernüchternd. Rund zwei Drittel verdienen 40‘000 Franken oder weniger, ganz unabhängig von Corona. Ein Text von Bettina Schnerr.

Dreissig Jahre und sechs Gäste: Die Kulturstiftung Thurgau feiert dieses Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum mit 6 verschiedenen Veranstaltungen. Für den Auftakt mit Autor Usama Al Shahmani hiess es gute Schuhe zu schnüren. Ein Text von Bettina Schnerr.

September 2021

Im Rausch der Gemeinsamkeit: Konzerte spielen gehört zum Leben von MusikerInnen dazu. Der Aufwand dafür ist immens, der Lohn meistens bescheiden. Warum es trotzdem nichts Besseres gibt, beschreibt der Musiker Andrin Uetz.

Verweile doch, du bist so schön: Die Frauenfelder Fotografin Simone Kappeler erhält in diesem Jahr den Thurgauer Kulturpreis. Ihr Werk ist ein Fest des Moments. Eine Würdigung von Michael Lünstroth.

Simone Kappeler freut sich nach der Preisübergabe durch Regierungsratspräsidentin Monika Knill. Bild: Brigitte Elsner-Heller
Oktober 2021

Wald(gut)sterben im Thurgau: Beat Brechbühl – Dichter, Setzer und Verleger in Frauenfeld – hat seinen Verlag Waldgut aufgelöst. Das war vorhersehbar und ist kein Einzelfall, aber Nachfolger füllen inzwischen die Lücke. Ein Texxt von Dieter Langhart.

Macht die Schulen zu Museen! Wie Kunst unsere Kinder klüger macht: Eine Kreuzlinger Privatschule zeigt, wie eine Mischung aus zeitgenössischer Kunst, klugem Unterricht und einer wertschätzenden Philosophie Schulen in einen besseren Ort verwandelt. Ein Text von Michael Lünstroth

Mit anderen Augen sehen: Kunst weitet den Horizont junger Menschen. Der Kreuzlinger Talent Campus zeigt das eindrücklich. Bild: Ramon Germann
November 2021

Die Liebe in Zeiten des Umbruchs: Tomasz Jedrowskis Debütroman «Im Wasser sind wir schwerelos» wurde 2020 zunächst in Grossbritannien ein Riesenerfolg, in diesem Jahr dann auch im deutschsprachigen Raum. Im multimedialen Briefwechsel mit der Literaturvermittlerin Judith Zwick gibt er sehr persönliche Einblicke in sein Schaffen und liest aus dem Prolog seines umjubelten Romans.

Der Geschichtenerzähler: Das Schaudepot St.Katharinental ist ein sehr besonderer Ort. Keiner hat ihn so geprägt wie der Historiker und Volkskundler Peter Bretscher. Jetzt geht er in den Ruhestand. Rückblick auf ein Lebenswerk. Ein Text von Michael Lünstroth.

«Das war nicht irgendein Job»: Nach 27 Jahren verabschiedet sich der Historiker Peter Bretscher vom Schaudepot St. Katharinental. Bild: Michael Lünstroth
Dezember 2021

«Die Kulturstiftung braucht mehr Geld!» Renate Bruggmann war 12 Jahre lang Stiftungsrätin der Kulturstiftung des Kantons, die letzten fünf Jahre davon sass sie dem Gremium als Präsidentin vor. Jetzt zieht sie sich aus dem Amt zurück. Im Interview spricht sie offen über erreichte Ziele, verpasste Chancen und worauf es jetzt ankommt.

Wie kommt Literatur ins Klassenzimmer? Aktuelle literarische Texte mit lokalem Bezug schaffen es eher selten auf den Schulstundenplan. Dabei liegt darin eine grosse Chance, wie ein Projekt aus dem Thurgau zeigt. Ein Text von Bettina Schnerr.

«Wir unterstützen Visionen, wir unterstützen Neues, wir unterstützen Projekte, die vielleicht auch mal ein bisschen schräg und ungewöhnlich sind. » Renate Bruggmann, scheidende Präsidentin der Kulturstiftung des Kantons Thurgau, im grossen Abschieds-Interview mit thurgaukultur.ch

 

Die 5 meist gelesenen Texte des Jahres

1. Platz: Wonder Woman (2021) (722-mal gelesen): Schon lange wurde kein Roman mehr so fiebrig erwartet wie Jessica Jurassicas Debütroman „Das Ideal des Kaputten“. Wie geht die Autorin mit dem Hype um? Ein Gespräch über Ängste, Macht, Drogen und Identitäten. Ein Interview von Jeremias Heppeler.

 

2. Platz: Kunst oder Kitsch? (689-mal gelesen) In Romanshorn kann man im neuen «House of Digital Art» Kunst-Ausstellungen digital und überdimensional erleben. Das wirft Fragen auf: Ist das die Zukunft für Museen? Und: Welchen Wert hat eigentlich noch das Original? Ein Text von Michael Lünstroth

 

3. Platz (686-mal gelesen): Alles oder nichts. Eigentlich schien alles gut. Das Kulturzentrum Kult X war ein Ort, der Kreuzlingen so lange fehlte. Dann kam erst Corona und jetzt auch noch ein Volksentscheid. Verspielt die Stadt gerade ihre Zukunft? Ein Text von Michael Lünstroth

 

4. Platz (644-mal gelesen): Most raus, Kultur rein: 2022 wird die Mosterei Egnach weitgehend abgerissen. Bevor die Bagger kommen soll Abschied gefeiert werden mit einem ambitionierten Kulturfestival. Teil 1 unserer Serie über die Finalisten des Wettbewerbs „Ratartouille“ der Kulturstiftung des Kantons. Ein Text von Michael Lünstroth

 

5. Platz: Auf der anderen Seite (628-mal gelesen): #Lieblingsstücke, Teil 10: Der viel zu früh verstorbene Musiker Lukas Burkhardt schuf Songs wie aus einer anderen Welt. Unseren Autoren Andrin Uetz hat das nachhaltig beeinflusst.

 

 

 

 

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