Mo.  9.9.2019
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Tipps der Woche: 9. bis 15. September 2019

hätten Sie mich vor, sagen wir 30 Jahren gefragt, was die sinnloseste Erfindung der Menschheit ist, hätte ich mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit „Gedichte“ geantwortet. Diese seltsame Welt mit ihren merkwürdigen Worten und der verrätselten Sprache wollte sich mir lange nicht eröffnen. Das lag sicher auch daran, dass zu jener Zeit Beschäftigung mit Lyrik vor allem darin bestand, Verse auswendig lernen zu müssen. Welchem 12-Jährigen macht das schon Spass? Eben.

Und so brauchte es eine sehr engagierte Deutsch-Lehrerin, die mir Jahre später, den Zauber der Dichterei doch noch beibrachte. Es gelang ihr übrigens mit zwei sehr verschiedenen Werken: Heinrich Heines heiterem „Deutschland. Ein Wintermärchen“ und Kurt Pinthus düsterem Gedichtband „Menschheitsdämmerung“. Seither ist mir die Lyrik sehr ans Herz gewachsen. Weil sie sich einem selten an den Hals wirft. Sie ist eher scheu und zurückhaltend, manchmal sogar ziemlich widerborstig. Man muss um sie werben, sich Zeit für sie nehmen. Zeit dafür Texte zwei, drei, viermal zu lesen, um ihre Kraft zu erkennen. Das ist manchmal mühsam, aber immer lohnend. 

Ausprobieren lässt sich das in den nächsten Tagen wieder bei den Frauenfelder Lyriktagen. Das Festival findet zum 15. Mal statt und versucht auch in diesem Jahr wieder eine Antwort darauf zu geben, wozu es Lyrik im 21. Jahrhundert noch braucht. Gegründet wurden die Lyriktage übrigens 1991 von Beat Brechbühl, Jochen Kelter und Elke Bergmann. „Wir wollten die besten Lyrikerinnen und Lyriker aus dem deutschen Sprachgebiet präsentieren und dazu jeweils einen bekannten internationalen Gast aus dem fernen Osten und aus Amerika einladen“, beschreibt Brechbühl den Vorsatz seiner Lyriktage. Wie die ersten Jahre liefen, wie sich das Festival entwickelte und warum sie die Leitung irgendwann abgegeben haben, darüber haben wir mit Beat Brechbühl und Jochen Kelter gesprochen. Den Artikel dazu samt Vorschau auf das aktuelle Programm finden Sie hier.

Was sonst noch los ist in dieser Woche, finden Sie wie immer in unserer Terminübersicht in diesem Newsletter. 

Kommen Sie gut durch die neue Woche.

Herzlichst, 

Ihr Michael Lünstroth

P.S.: Die Veranstaltungen für Familien, Kinder und Jugendliche sind hier zu finden.
P.S.: Am Samstag und Sonntag 14./ 15. September finden die Tage des Denkmals statt. Hier gehts zu den zahlreichen interessanten Veranstaltungen im Thurgau.

MAGAZIN

Dichter dran LITERATUR
Dichter dran

Am 13. September starten zum 15. Mal die Frauenfelder Lyriktage. Wir blicken mit den Festivalgründern Beat Brechbühl und Jochen Kelter zurück auf die Anfänge und stellen das Programm 2019 vor.  mehr

 
Hört auf die Bäume WISSEN
Hört auf die Bäume

Ende des 19. Jahrhunderts haben die Besitzer der Kreuzlinger Seeburg einen Park mit exotischen Bäumen anlegen lassen. Auf einem Hörspaziergang kann man die Anlage jetzt ganz neu entdecken.  mehr

 
Kulturamt vergibt Preis für Kulturvermittlung KULTURPOLITIK
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Noch bis 31. Oktober können sich Kulturvermittlungsprojekte an Schulen um den Preis «Komet» bewerben. Das Kulturamt des Kantons Thurgau schreibt den Wettbewerb erneut aus.  mehr

 
Soundtrack für Fieberträume MUSIK
Soundtrack für Fieberträume

Yagua heisst die neue Band um den Frauenfelder Johannes Eiholzer. Das Debüt gelingt mit der ersten EP «Inward Eye» furios.  mehr

 
AGENDA TIPPS   Weitere Termine finden Sie in unserer Agenda

klein/GROSS FÜHRUNG AUSSTELLUNG
klein/GROSS

Anlässlich des zweiten Frauenfelder Kulturtages würdigt die Stadtgalerie Baliere das Schaffen von Künstlerinnen und Künstlern aus der Region.  mehr
Sa. 28.9.2019    11.00 Uhr
Stadtgalerie Baliere, Frauenfeld

 
Frauen: Sammlung Kreuzlingen FÜHRUNG AUSSTELLUNG
Frauen: Sammlung Kreuzlingen

Frauen - Einblick in die Kunstsammlung der Stadt Kreuzlingen.  mehr
Mi.  9.10.2019    18.00 - 19.00 Uhr
Museum Rosenegg, Kreuzlingen

 


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