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13.01.2017

PHTG soll wachsen

PHTG soll wachsen
Kunst im Bau der Pädagogischen Hochschule Thurgau (Archivbild) | © PHTG

Mehr Studiengänge, mehr Studenten, zu wenig Platz: So lautet die Bilanz der Regierung zum Status Quo der Pädagogischen Hochschule Thurgau. Deshalb soll sie nun ausgebaut werden. Für rund 27 Millionen Franken sollen weitere Gebäude entstehen

Schon die ersten Sätze beziehen klare Position: "Die Pädagogische Hochschule Thurgau in Kreuzlingen bietet mittlerweile fünf Studiengänge an. Die Zahl der Studentinnen und Studenten ist stark angestiegen. Deshalb besteht dringender Bedarf nach mehr Raum", heisst es in einer Medienmitteilung, die heute von der Staatskanzlei versandt wurde. Die Konsequenz aus dem zuvor Geschriebenen lautet demnach: "Der Regierungsrat des Kantons Thurgau legt dem Grossen Rat nun eine Botschaft mit einem Objektkredit von 26,88 Millionen Franken für einen Erweiterungsbau vor." Stimmt der Grosse Rat der Vorlage bis Juni 2017 zu, werden die Thurgauer Stimmberechtigten voraussichtlich am 26. November 2017 über den Kredit entscheiden.

Der 2008 eröffnete Neubau ist inzwischen zu klein

Knapp 800 künftige Lehrpersonen studieren derzeit an der Pädagogischen Hochschule in Kreuzlingen (PHTG). Der im Jahr 2008 eingeweihte Neubau ist allerdings lediglich für 350 Studentinnen und Studenten ausgelegt. Mittlerweile bietet die PHTG fünf Studiengänge an, heute studieren künftige Lehrpersonen für Kindergärten, Primarschulen, Sekundarschulen und Gymnasien in Kreuzlingen. "Dieses umfassende Angebot entspricht einem Ziel des Kantons Thurgau, seinen Bedarf an Lehrpersonen für die Volksschule weitgehend aus der eigenen Pädagogischen Hochschule zu decken", so die Medienmitteilung

Der Raumbedarf sei nicht nur auf die gestiegenen Studierendenzahlen zurückzuführen, sondern auch auf Ausweitungen von Leistungsaufträgen des Kantons, heisst es weiter. Dazu zählten nebst neuen Ausbildungsgängen vor allem auch die neuen Ausbildungen für Lehrpersonen in Hauswirtschaft, Werken und textilem Werken auf der Sekundarstufe, die einer politischen Forderungen entsprächen. "Um den gestiegenen Raumbedarf decken zu können, mietet die PHTG derzeit Räume in anderen Liegenschaften. Ausserdem steht seit Sommer 2015 ein Provisorium auf dem Sportplatz des Bildungscampus. Das Provisorium ist allerdings nur bis ins Jahr 2020 bewilligt, die anderen Mietverträge laufen aus oder die Räume entsprechen nicht den Anforderungen eines zeitgemässen Hochschulbetriebs", beschreibt die Regierung die aktuellen Behelfslösungen.

Auch deshalb soll der Erweiterungsbau realisiert werden. Die Investitionen inklusive Grundstückkosten betragen laut Medienmitteilung 26,88 Millionen Franken. Wie bei den bestehenden Gebäuden der PHTG soll der Kanton auch beim Erweiterungsbau Bauherr und Eigentümer sein, die PHTG als selbständige Anstalt ist die Mieterin der Gebäude.

Campuszentrum soll gestärkt werden

Anfang 2015 wurde für den Erweiterungsbau ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Aus diesem ging das Projekt des Architekturbüros Beat Consoni AG als Sieger hervor. Es erfüllte laut Mitteilung die Vorgaben bezüglich Architektur, Wirtschaftlichkeit und Ökologie am besten. Der zweigeschossige Erweiterungsbau folgt als langgestreckter Körper dem Verlauf der Schulstrasse, dort liegt auch der Haupteingang. "Durch seine Stellung gegenüber der bestehenden PHTG wird das Campuszentrum gestärkt. Die einfache Formgebung betont ausserdem die Verwandtschaft mit den bestehenden PHTG-Gebäuden", schreibt die Staatskanzlei. Die Stadt Kreuzlingen wird in unmittelbarer Nähe zum Erweiterungsbau der PHTG ihr neues Stadthaus erstellen. Dieses wird auch eine Tiefgarage umfassen, in welcher der PHTG eine bestimmte Anzahl von Parkplätzen zur Verfügung stehen werden.

Sollte der Grosse Rat dem Objektkredit bis im Juni 2017 zustimmen, werden die Thurgauer Stimmberechtigten am 26. November 2017 über die Bauvorlage entscheiden. Nach der Zustimmung könnte im Herbst 2018 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Voraussichtlich ab Schulbeginn im August 2020 könnte der Erweiterungsbau dann genutzt werden, so die Hoffnung von Regierung und Hochschule. (tgk)

Image-Video der PHTG: So sieht sich die Hochschule selbst

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