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Konzert I der GML und Mitgliederversammlung

Konzertabend mit dem Pianisten Timon Altwegg.
Auf dem Programm stehen Werke von Fanny Hensel, Frédéric Chopin, Sergej Rachmaninow und Freda Swain.

Die Mitgliederversammlung findet um 18 Uhr statt.

Das heutige Programm führt durch nahezu ein Jahrhundert romantischer Klaviermusik – von Fanny Hensel bis zu Freda Swain. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft und individuellen Tonsprache verbindet alle vier Komponistinnen und Komponisten die Suche nach einer persönlichen musikalischen Ausdruckswelt, in der Virtuosität stets dem poetischen Gehalt dient.

Fanny Hensels Introduction und Capriccio eröffnet den Abend mit einer eindrucksvollen Verbindung von lyrischer Innigkeit und brillanter Energie. Chopins Nocturne op. 27 Nr. 1 entfaltet eine geheimnisvolle, fast improvisatorische Klangsprache, während die monumentale Polonaise op. 44 weit über den Charakter eines Tanzes hinausgeht und zu den dramatischsten, unheimlichsten und kühnsten Klavierwerken des Komponisten zählt.

Mit Rachmaninows ikonischem Meisterwerk Prélude cis-Moll erklingt eines der bekanntesten Werke der russischen Klavierliteratur – von düsterer Wucht und großer emotionaler Intensität.

Den Abschluss bildet Freda Swains Sonata Saga. Sie benutzt Rachmaninows absteigendes Dreiton-Motiv des Préludes (das sie mit Sicherheit bestens kannte!) um daraus ein groß angelegtes, fast 30 minütiges Werk zu komponieren. In den drei kontrastreichen Sätzen verbindet sie spätromantische Klangfülle mit einer unverwechselbaren eigenen Handschrift. Swain stellt dem Werk ein längeres, eigenes Gedicht voran. Es beginnt mit den Zeilen: „To the sea and its vastness / its depth and remoteness“(„Dem Meer und seiner Weite / seiner Tiefe und Entlegenheit“)

Das Werk verarbeitet diese Verse gewissermaßen textlos im Klaviersatz: Die Musik beschwört mit mächtigen Klangwogen, wogenden Rhythmen und dunkler Dramatik die unerschöpfliche Tiefe, Wildheit und Gewalten des Ozeans herauf.

Timon Altwegg, Pianist und Komponist
Nach seinen Studien bei Hubert Mahler sowie bei Alan Rowlands am Royal College of Music in London (Piano Performing Diploma / ARCM 1992) entfaltete er eine rege internationale Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker in Europa, dem nahen Osten, sowie Nord-, Süd- und Mittelamerika.

Ein besonderer Schwerpunkt seines künstlerischen Schaffens liegt auf der Musik Britischer und Schweizer Komponisten. So  verwaltet er den Nachlass der englischen Komponistin Freda Swain und setzt sich seit vielen Jahren intensiv für die Erschließung, Publikation, Aufführung und Einspielung ihrer Klavier- und Kammermusikwerke ein. Ausserdem hat er zahlreiche Ersteinspielungen von Werken Schweizer Komponisten aufgenommen, darunter Richard Flury, Hans Huber, Boris Mersson, Ernst und Franz Ezra Levy, Aaron Yalom, Othmar Schoeck, Daniel Schnyder, Max Ettinger, u.A.

Neben seiner Interpretationsarbeit ist Altwegg selbst als Komponist tätig und hat über 30 Werke geschaffen, darunter Vertonungen und Klavierstücke zu Gedichten von Rilke, Celan und Li Bai sowie die «Dance Suite» und „3 Apollonian Poems“ für Streichorchester. Seine Publikationen sind bei renommieren Musikverlagen wie Heinrichshofen und Amadeus erschienen.

Auch im kulturellen Vereins- und Orchesterleben übernahm er prägende Leitungsfunktionen: Von 2017 bis 2021 war er Präsident des Orchesters Divertimento Kreuzlingen-Konstanz und leitete von 2018 bis 2023 als Präsident die Gesellschaft für Musik und Literatur (GML) Kreuzlingen.

Timon Altwegg unterrichtet an der PMS, der Kantonsschule Kreuzlingen, sowie der Musikschule Kreuzlingen und lebt in Berg (TG

Termine

Donnerstag, 24.09.2026

Veranstaltungsort

Refektorium Kloster St.Ulrich
Hauptstrasse 87
8280 Kreuzlingen

Vorverkauf / Reservation

Kein Vorverkauf.

Preise / Kosten

Eintritt frei / Kollekte

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