Sonnenallee

Die DDR in den 70er-Jahren. Der 17-jährige Michael träumt davon, ein grosser Popstar zu werden. Politik ist ihm eher egal - er ist weder für das DDR-System noch wirklich dagegen. Dann gibt es da noch Michaels existenzialistisch angehauchten Freund Mario, seinen Kumpel Wuschel, der durch eine Rolling-Stones-Platte in Gefahr gerät, einen Westonkel, der Nylons schmuggelt, sowie einen Nachbarn, der für die Stasi spitzelt – oder doch nicht? Sicher weiss Michael nur, dass er in Miriam verliebt ist: Die wunderbare, unerreichbare Miriam. Micha legt ihr sein Leben zu Füssen und lernt dabei, es in die eigene Hand zu nehmen…
Regisseur Leander Haußmann, der sich am Theater bereits einen Namen gemacht hatte, gab mit „Sonnenallee“ 1999 sein Kino-Debüt und thematisierte -tonal zwischen beschwingter Burleske und grotesker Satire - die Alltagsrealitäten und das Lebensgefühl im Ostberlin der 70erJahre. Die Kritik stand dem Film teils gespalten gegenüber: Trotz viel Lob für die ironische Haltung, die dramaturgische Überzeichnung und das spielfreudige Ensemble wurde ihm auch Klischeehaftigkeit und gar „fahrlässige politische Unbekümmertheit“ (filmdienst) attestiert. Mit über 2 Millionen Zuschauer:innen war der Film im Kino sehr erfolgreich und wurde 2000 u.a. mit zwei deutschen Filmpreisen ausgezeichnet.
DE 1999 | Komödie | 86 Min. | ab 6 J. (FSK, D) | D
Regie: Leander Haußmann
Mit: Alexander Scheer, Alexander Beyer, Robert Stadlober, Teresa Weißbach, Katharina Thalbach, Henry Hübchen, Ignaz Kirchner, Annika Kuhl
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