von art-tv, 03.11.2020

Bands vs. Corona

Bands vs. Corona
Sängerinnen und Frontfrauen sind auch beim bandXost eine Seltenheit: Vivian von der St. Galler Indiepop-Band Vie & We auf der Bühne im Gare de Lion. | © arttv.ch

«bandXost» fördert junge Musiker*innen in der gesamten Ostschweiz und Liechtenstein. Der Nachwuchs-Wettbewerb läuft trotz Corona gerade. Bei der Vorauswahl im Gare de Lion war arttv.ch dabei.

Es sind junge Bands mit einem Altersdurchschnitt von 24 Jahren, die gefördert werden. Junge Menschen, die vielleicht zum ersten Mal von einem neugierigen Publikum und auch von einer fachkundigen Jury gehört werden. Die Jury übernimmt eine wichtige Rolle, sie besteht aus professionellen MusikernInnen, ProduzentInnen, VeranstalterInnen und weiteren ExpertInnen der Musikindustrie. Sie gibt den jungen Bands wertvolle Tipps mit auf den musikalischen Weg, was ganz mit dem Fördergedanken des Wettbewerb-Festivals bandXost einhergeht.

Video: Der Vorentscheid im Gare de Lion

Finale in der Grabenhalle St.Gallen

Die acht besten Acts aus allen Vorausscheidungen treten im Finale am 28. November 2020 in der Grabenhalle in St. Gallen gegeneinander an. Sie werden von der Jury nach der letzten Qualifikationsrunde am 7. November ausgewählt und für das Finale in St. Gallen schriftlich eingeladen. Ob eine der Bands aus der sechsten Qualifikationsrunde in Wil ins Finale kommen, wird sich noch zeigen. Auch im Finale erhält jeder der acht Acts 15 Minuten Zeit, um auf der Bühne sein/ihr Bestes zu geben.

Die Gespräche mit der Jury finden am Nachmittag vor dem Auftritt statt. Dabei geht es vor allem darum, die Ziele und Absichten der MusikerInnen zu erfassen. Zusätzlich gibts einen Crashkurs darin, wie man mit der SUISA zurechtkommt. Am Abend wird jeder Auftritt von der Fach-Jury beurteilt. Im Anschluss an alle Mini-Konzerte bestimmt diese eine/n Sieger*in sowie die Plätze zwei bis drei, die danach verkündet werden.

Rapture Boy auf der Bühne beim bandXOst 2020 im Gare de Lion. Bild: arttv.ch 

Was es zu gewinnen gibt

Die GewinnerInnen, die aus knapp 60 Acts auserkoren werden, können sich freuen. Den Bands winken Förderungspreise im Gesamtwert von rund 14’000 Schweizer Franken. Doch jeder Act, der es auf die Bühne schafft, ist bereits ein Sieger. Sie sammeln unbezahlbare Bühnenerfahrung und haben die Möglichkeit, ihre Leidenschaft mit anderen zu teilen.

Das sind die vier Bands der Qualifikationsrunde im Gare de Lion

Akela
Akela, ein Rapper, der nicht dem Trend hinterherrennt, sondern sein Ding durchzieht; Musik macht, weil er Bock drauf hat. Als Autodidakt textet und produziert er seine Beats komplett selber. Mit 14 Jahren brachte Akela 2019 sein 1. Mixtape «Welpe» heraus. Statt mit anderen Wölfen zu heulen, rappt er on Stage. Reinhören: Akela auf Soundcloud.

 

Mainstreet Factory
Mit Einflüssen aus Rock, Funk, Blues und Pop kreieren sie ihren ganz eigenen, frischen und zeitgemässen Stil. Die Kombination von Jan Allenspachs Gesang und Gitarrenspiel versetzt den Zuhörer in eine eigene Welt. Melodiös, mehrstimmig und lyrisch anregend. Durch Felix Baumann wird dieses Grundgerüst erweitert. Mit seiner feinen Art Gitarre zu spielen, übernimmt er nicht nur viele tragende Melodien, sondern experimentiert auch mit interessanten Sounds und Techniken. Maurice Manser untermauert die Klänge mit einem breiten Spektrum von rauen und tighten Beats, bis hin zu soften Percussions. Das Ganze wird abgerundet durch Jonas Stössers kernigen Bass, welcher die Harmonie so richtig ins Schwingen bringt! Die Band auf Soundcloud.

 

Vie & We
Die St.Galler Indie-Pop Band VIE & WE ist weder alt noch neu und verbindet Geschehenes mit eigenen, modernen Ansätzen. Dicke Synth-Wellen laden zum Tanzen ein, Gezupftes zum Nachdenken, Geschlagenes zum Mitfühlen. Ob langsam oder schnell, VIE & WE verbreitet Nostalgie auf eine neue Art, die jedes Gemüt höherschlagen lässt. Seit 2018 konnte sich das Publikum von VIE & WE an Auftritten am Jungkultfestival, im Treppenhaus Rorschach, im Talhof und Flon in St.Gallen und diversen weiteren überzeugen. Dabei konnte VIE & WE bereits zwei Mal den Publikumspreis am bandXost gewinnen. Seit Sommer 2019 hat die Band vier Singles veröffentlicht. Die aktuelle Single «Drunk on a Song» hat es dabei bei Toxic FM ins Radio geschafft. Mehr zur Band: https://vieandwe.ch/

 

Rapture Boy
Rapture Boy – Write your own way. Der gebürtige Süd-Afrikaner mit Wohnsitz in der Schweiz weiss seine internationale Musikalität und Ausstrahlung durchaus einzusetzen. Rapture Boy, bürgerlich Bernhard Shaquille, steht für eine hungrige Rap-Generation, welche sich wieder nach Werten in der Gesellschaft sehnt. Weit weg von Kommerzialisierung und Selbstdarstellung – Stay humble, create your way, help others. Das zeigt sich nicht nur in seinen Texten, sondern auch in Begegnungen mit ihm und seiner Anhängerschaft. Rapture Boy ist deshalb einzigartig, weil er den Zeitgeist trifft, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Sobald er jedoch das Mic ergreift, driftet er in Welten ab, welche kaum zu fassen sind – ob freestyle oder Texte. Das geht tief rein. Bis ins Herz. Und lässt dabei Mäuler offenstehen. Mehr: https://mx3.ch/raptureboy

 

 

HTML Comment Box is loading comments...

Von art-tv

Kommt vor in diesen Ressorts

  • Musik

Kommt vor in diesen Interessen

  • Pop/Rock/Indie
  • Hip-Hop/Reggae
  • Singer/Songwriter
  • Sounds

Werbung

«Debüts. Der erste Roman»

Alle Beiträge zum Literatur-November.

Agenda

Tipps & Tricks für Veranstalter

Aktuelle Führungen

auf einen Blick!

exklusiv, kreativ, lokal

unsere #Geschenktipps für Gross & Klein

Ausschreibungen

Kulturplatz-Einträge

Kulturförderung, Veranstaltende

bandXost

9000 St. Gallen

Ähnliche Beiträge

Musik

Von St. Tropez bis zum Sunset Boulevard

Die Basler Band Sandro P machte Station in Frauenfeld. Und verzaubert das Eisenwerk in eine unerhörte Traumfabrik. mehr

Musik

Beach Party an Halloween

Vor 15 Jahren erschien das letzte Album der Thurgauer Band GeneM. Jetzt kamen sie für ein Reunion-Konzert unter Corona-Bedingungen im Eisenwerk erneut zusammen. mehr

Musik

Schubert reloaded

In Kreuzlingen startet die Tournee des interdisziplinären „PlaySchubert“ Projekts. Initiiert hat es die Sopranistin Mona Somm. Sie will jungen Leuten die Qualität der Winterreise näherbringen. mehr