24.04.2026
Bücherfest geht neue Wege

Vom 28. bis 31. Mai bringt das Bücherfest erneut Lesungen, Spaziergänge und Begegnungen nach Frauenfeld – mit bekannten Namen und neuen Stimmen. (Lesedauer: ca. 2 Minuten)
Frauenfeld wird Ende Mai erneut zum Treffpunkt für Literaturbegeisterte: Das Bücherfest geht in seine fünfte Ausgabe und lädt mit einem vielseitigen Programm zur Entdeckung der deutschsprachigen Literaturszene ein. Dies geht aus einer aktuellen Medienmitteilung der Veranstalter hervor.
Demnach setzt das Festival auch dieses Jahr auf eine breite Mischung an Formaten. Neben klassischen Lesungen sind unter anderem ein literarischer Spaziergang, Live-Illustrationen, musikalische Beiträge, eine Ausstellung sowie ein spezielles Angebot für Kinder geplant – inklusive Übernachtungsparty. Neu eingeführt werden zwei Varianten eines sogenannten Koboldtickets, das als Festivalpass Zugang zum gesamten Programm ermöglicht.
Etablierte Stimmen und experimentelle Positionen
Die Veranstaltungen verteilen sich laut Mitteilung auf mehrere Orte in Gehdistanz zum Bahnhof, was bewusst dazu anregen soll, die Innenstadt von Frauenfeld zu Fuss zu erkunden. Zu den zentralen Spielstätten zählen die Theaterwerkstatt Gleis 5, die Kantonsbibliothek Thurgau sowie die Buchhandlung Saxbooks. Ergänzend werden auch das Bernerhaus (Heimat des Kunstvereins), das KAFF und das Naturmuseum Thurgau bespielt.
Inhaltlich verspricht das Bücherfest ein breites Spektrum: Von literarischen Neuentdeckungen wie Iryna Fingerova über etablierte Stimmen wie Arno Geiger, Raoul Schrott und Vea Kaiser bis hin zu bekannten Schweizer Autor:innen wie Catalin Dorian Florescu und Seraina Kobler. Auch experimentellere Positionen – etwa von Nora Gomringer, Verena Kessler oder dem Duo Roman Tschäppeler und Mikael Krogerus – sind vertreten.
Thematischer Fokus auf Politik, Psychologie, Familie
Wie die Medienmitteilung weiter festhält, versteht sich das Bücherfest als niederschwellige Plattform für Begegnung und Austausch. Die behandelten Themen reichen von historischen und politischen Stoffen bis hin zu psychologischen und familiären Fragestellungen.
Organisiert wird das Festival vom Verein Lesefeld in Zusammenarbeit mit regionalen Kulturinstitutionen. Die Projektleitung liegt bei Nadia Guddelmoni, die gemeinsam mit Marianne Sax auch für die Programmgestaltung verantwortlich zeichnet.
Weitere Details und das vollständige Programm sind gemäss Medienmitteilung online sowie in gedruckter Form in der Kantonsbibliothek und bei Saxbooks erhältlich.
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