21.03.2014
Eine Million für Kloster Fischingen

Der Regierungsrat des Kantons Thurgau gewährt dem Verein Kloster Fischingen einen Lotteriefondsbeitrag von 1,0 Millionen Franken für den Umbau und die Renovation der historischen Klosteranlage. Für den Regierungsrat ist der Erhalt und die Belebung des Baudenkmals von grossem öffentlichem Interesse.
Der Verein Kloster Fischingen realisiert in den Jahren 2013 und 2014 die Renovation des Ostflügels mit dem Ziel, das heutige Bildungshaus zu einem Seminarhotel mit zeitgemässen Räumen im Seminar- wie auch im Hotelbereich zu entwickeln. Der Verein rechnet mit Investitionen von 5,7 Millionen Franken.
Das Kloster Fischingen ist in seiner Gesamtheit ein Baudenkmal von nationaler Bedeutung. Durch die Kombination von Kloster- und Werkbetrieb, Förderschule, Seminarbetrieb, Gastronomie und als Kulturveranstalter strahlt das Kloster weit über den Thurgau hinaus und ist ein wichtiges Aushängeschild des Kantons.
Die unter Bundesschutz stehende Anlage erfordert wegen Auflagen der Denkmalpflege besonders aufwendige und teure Investitionen insbesondere im Bereich Brandschutz. Diese übersteigen den Baubeitrag der Denkmalpflege bei weitem. Diese Mehrkosten, die wesentlich darauf zurückzuführen sind, dass das Ensemble unter Bundesschutz steht und einen besonders sensiblen Umgang mit der historischen Bausubstanz erfordert, rechtfertigen nach Ansicht des Regierungsrates einen zusätzlichen Beitrag aus dem Lotteriefonds. Hingegen können für die Umbauten und Neueinrichtungen der Hotelzimmer und Seminarräume keine Lotteriefondsbeiträge ausgerichtet werden. (I.D.)
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