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von Alex Bänninger, 12.11.2012

Glückwunsch nach Stuttgart

Glückwunsch nach Stuttgart
Jossi Wieler (re) nimmt zusammen mit Sergio Morabito den "Faust"-Preis entgegen. | © Markus Nass

Alex Bänninger

Jossi Wieler, der aus Kreuzlingen stammende Intendant der Oper Stuttgart, ist zusammen mit seinem Chefdramaturgen Sergio Morabito für die Regie „Die glückliche Hand/Schicksal (Osud)“ von Arnold Schoenberg/Leoš Janáček mit einem der renommiertesten Preise geehrt worden, nämlich mit dem „Faust“ des Deutschen Bühnenvereins.

Es entspricht dem Ensemble-Geist der beiden Geehrten, dass sie die Auszeichnung nicht für sich allein beanspruchen: „Wir empfangen die Ehrung an der Seite zweier grosser Eigensinniger, denen die Moderne so viel verdankt: Arnold Schönberg und Leoš Janácek. Den grossen, unkonventionellen Herausforderungen beider Stücke sind das Staatsorchester und unser Chor, die jungen Solisten des Opernstudios und unser Sängerensemble souverän gerecht geworden. Nicht nur sie, auch wir selbst konnten dies nur, weil wir Sylvain Cambreling als kreativen Mitstreiter an unserer Seite hatten. Für uns ist die Auszeichnung ein glücklicher Auftakt unserer Zusammenarbeit mit diesem Ausnahmekünstler und eine wunderbare Bestätigung für das ganze Haus.“

Die herausragende Gesamtleistung der Oper Stuttgart zeigt sich auch daran, dass ein weiterer „Faust“ an ein Ensemblemitglied ging, an die Sopranistin Ana Durlovski für ihre Amina in Vincenzo Bellinis Oper „Die Nachtwandlerin“ – inszeniert von Jossi Wieler und Sergio Morabito.

Herzliche Gratulation also nach Stuttgart, wo ein Thurgauer für kulturelle Begeisterung sorgt. Gerne sei angemerkt, dass die Oper mit dem Auto in gut zwei Stunden erreichbar ist. Auch die vierstündige Bahnfahrt lohnt sich.

 

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