28.06.2012
Grünes Licht für Weiterentwicklung von thurgaukultur.ch

Die Regierung bewilligt für das Thurgauer Internet-Kulturportal ein neues Datenverarbeitungssystem. Somit kann das Projekt weitergeführt werden.
Um das Kulturportal «thurgaukultur.ch» benutzer- und anwenderfreundlicher zu machen, hat der Regierungsrat für die Entwicklung einer neuen Softwarelösung 60'000 Franken aus dem Lotteriefonds zugunsten der gemeinnützigen Aktiengesellschaft Thurgau Kultur AG bewilligt. Dies teilt der Informationsdienst des Kantons mit. Der Beitrag war an die Bedingung geknüpft, dass die Kulturstiftung des Kantons Thurgau das Projekt ebenfalls mit 20'000 Franken unterstütze. Dies ist inzwischen der Fall.
Lanciert im Jahr 2008
thurgaukultur.ch wurde im August 2008 als Pilotprojekt lanciert. Ziel war es, eine umfassende Informationsvermittlung über kulturelle Veranstaltungen, Projekte und Trägerschaften im Thurgau anzubieten sowie den Informations- und Meinungsaustausch zwischen Publikum, Kulturschaffenden, Kulturveranstaltern und Medien zu fördern. Schwerpunkte sind eine Online-Agenda und ein Online-Kulturmagazin mit eigenen redaktionellen Beiträgen, Videoberichten, einem Medienspiegel und Blogs.
Im Mai 2009 wurde das Portal aufgeschaltet, verbunden mit der Absicht, das System im Praxistest zielgerichtet zu verbessern und zu optimieren. Als Entwickler und Betriebspartner des Portals wurde die Tagblatt Medien AG in St. Gallen gewählt. Ausschlaggebend war, dass deren Datenbank – basierend auf dem Datenverarbeitungssystem der Firma Leomedia – bereits etabliert war und von verschiedenen Trägerschaften im Verbund „Ost-Event“ mit einem breiten Spektrum an Veranstaltungsdaten aus der Ostschweiz und aus dem Thurgau alimentiert wird.
In Zukunft nutzerfreundlicher
Im Verlauf der ersten drei Projektjahre konnten technische Mängel behoben und einige Anwendungen verbessert werden. Insgesamt musste jedoch festgestellt werden, dass das Portal in manchen Belangen anwender- und nutzerfreundlicher programmiert und gestaltet werden müsste, um sich längerfristig erfolgreich behaupten zu können. Dies kann nun mit der Implementierung eines eigenen, den spezifischen Bedürfnissen angepassten Datenverarbeitungssystems umgesetzt werden. Eine Verbesserung bei den Agendaeinträgen soll dazu führen, dass viele Veranstalter ihre Daten selber eingeben und damit die Stellung des Portals in Bezug auf die verfügbaren Daten stärken.
Künftig soll auf thurgaukultur.ch auch eine Datenbank für die Kunst- und Kulturvermittlung an Schulen integriert werden, damit die vielen bestehenden Vermittlungsangebote den verschiedenen Schulstufen entsprechend kommuniziert werden können.
Zugriffe verdoppelt
Das Kulturportal thurgaukultur.ch hat sich in den ersten drei Entwicklungsjahren als Informationsplattform und als Forum für den Meinungsaustausch etablieren können. Die Anzahl der Zugriffe auf die Kulturagenda und auf das Kulturmagazin hat sich in dieser Zeit mehr als verdoppelt. Mit gegenwärtig rund 40'000 Besucherinnen und Besuchern pro Jahr ist die Beachtung des Portals gemessen am relativ kleinen Einzugsgebiet des Kantons respektabel. Die Reaktionen des kulturinteressierten Publikums und der Kulturveranstalter sind gemäss Umfragen positiv. (red)
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