09.01.2020

Kanton schreibt Forschungspreis erneut aus

Kanton schreibt Forschungspreis erneut aus
Kümmern sich um den neuen Forschungspreis (von links): Daniela Koller, Dienststelle für Statistik, Michael Basler, Biotechnologie-Institut Thurgau, und Nadja El Benni, Agroscope Tänikon, arbeiten in der Forschung und werben als Botschafterinnen und Botschafter für die Einreichung von Arbeiten für den Forschungspreis Walter Enggist. | © zVg

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können bis 31. März 2020 ihre Arbeiten für den mit 15'000 Franken dotierten Thurgauer Forschungspreis Walter Enggist einreichen.

Die erstmalige Vergabe des Forschungspreises Walter Enggist im Jahr 2019 sei auf eine erfreulich gute Resonanz gestossen, heisst es in einer Medienmitteilung des Amtes für Mittel- und Hochschulen. Das Netzwerk Thurgau Wissenschaft werde den Preis deshalb wie geplant jährlich ausschreiben. Die dreimonatige Einreichungsfrist für den Forschungspreis Walter Enggist 2020 hat am 1. Januar 2020 begonnen. Um den Preis können sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ab dem Masterabschluss mit einer Arbeit bewerben, wenn sie im Kanton Thurgau wohnhaft sind oder hier einen Ausbildungsabschluss der Sekundarstufe II erlangt haben. Ausserdem kann sich bewerben, wer eine wissenschaftliche Arbeit an einer Thurgauer Institution erstellt hat oder in der Arbeit den Kanton Thurgau ins Zentrum stellt.

«Die bis zum 31. März 2020 eingereichten Arbeiten werden anschliessend von einer breit zusammengesetzten, unabhängigen Beurteilungskommission unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Sibylle Minder Hochreutener, Fachhochschule St. Gallen, bewertet. Die Preisverleihung ist für Herbst 2020 vorgesehen», heisst es in der Mitteilung weiter.

Forschungspreis und Nachwuchsforschungspreis

Aufgrund der Erfahrungen aus der ersten Durchführung von Ausschreibung, Beurteilung und Vergabe des Forschungspreises Walter Enggist sei das Reglement leicht angepasst worden. So werde nun auch der 2019 ebenfalls erstmals vergebene Nachwuchsforschungspreis der Thurgauischen Stiftung für Wissenschaft und Forschung berücksichtigt. Dieser ist mit 3000 Franken dotiert.

Die Beurteilungskommission für den Forschungspreis Walter Enggist kann der Stiftung aus allen Einreichungen eine Arbeit für den Nachwuchsforschungspreis vorschlagen. Der Hauptpreis bleibt aber der durch das Kompetenzbündel Thurgau Wissenschaft vergebene Forschungspreis Walter Enggist. Dieser ist mit 15 000 Franken dotiert und wird aus Mitteln finanziert, die von der Kantonsbibliothek Thurgau und dem Amt für Archäologie Thurgau aus der Erbschaft des 2016 verstorbenen Frauenfelders Walter Enggist zur Verfügung gestellt werden.

Erste Preisträgerin war die Biologin Meret Huber

Der erste Forschungspreis Walter Enggist ist am 25. September 2019 an die Thurgauer Biologin Dr. Meret Huber vergeben worden, die an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster forscht. Gemäss den Vorgaben aus dem Reglement setzt sie das Preisgeld für ihre weitere wissenschaftliche Arbeit ein. Sie will über mehrere Generationen einer Pflanze hinweg das erbgutschädigende Potenzial eines Herbizids untersuchen.

Video: Zur Arbeit von Meret Huber

Weitere Angaben zum Forschungspreis Walter Enggist und zu den Modalitäten für die Einreichung von wissenschaftlichen Arbeiten finden sich auf der Webseite www.forschungspreis.ch 

Kompetenzbündel Thurgau Wissenschaft

Das Kompetenzbündel Thurgau Wissenschaft ist 2012 ins Leben gerufen worden. Das Netzwerk vereinigt wissenschaftlich arbeitende Institutionen im Kanton Thurgau. Es macht ihre Arbeit im Thurgau sichtbar, indem es zum Beispiel in einem monatlichen Newsletter darüber berichtet. Im Jahr 2019 hat das Kompetenzbündel Thurgau Wissenschaft erstmals den Forschungspreis Walter Enggist vergeben.

 

www.thurgauwissenschaft.ch 

  

 

 

 

 

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