07.06.2016
Kleine Burg Anwil - bald gesichert

Der beliebte Etappenort am Ruinenweg Kradolf-Schönenberg wird in den nächsten Wochen einer gründlichen Reparatur unterzogen. Dabei werden die Reste des Turmes gesichert und der Zustand der Anlage umfassend dokumentiert.
Über die Burg Anwil ist aus historischen Quellen nur wenig bekannt. Sicher wurde sie aber seit dem 17. Jahrhundert nicht mehr genutzt und ist kontinuierlich zerfallen. 1984 dokumentierten Mitarbeiter des Amts für Archäologie den teilweise erhaltenen Turm auf dem markanten Hügel oberhalb Buhwils. Das Mauerwerk wurde gefestigt.
Reste aus dem 13. Jahrhundert
Sondierungen in der kleinen Burganlage erbrachten Informationen zur Baugeschichte. Die heute noch sichtbaren Baureste stammen wohl aus dem 13. Jahrhundert, die Burg umfasste neben dem eher bescheidenen Hauptturm noch Nebengebäude. Bronzezeitliche Keramikscherben unter den Funden bezeugen, dass der markante Hügel bereits im 2. Jahrtausend v.Chr. besiedelt worden ist.
Saniert und eingemessen
In der Zwischenzeit hat die Witterung Spuren am ehrwürdigen Mauerwerk hinterlassen. Unter Leitung der Firma Schenkel werden daher die alten Mauerteile erneut saniert. Zudem werden der Turm und der noch fast imposantere Burggraben eingemessen. Durch Bodenradar konnten die Nebengebäude bestätigt und weitere Bauten festgestellt werden.
Im Herbst für das Publikum offen
Seit einigen Jahren wird die in Privatbesitz befindliche Ruine von der Genossenschaft Ruinen Kradolf-Schönenberg betreut und ist in den beliebten Ruinenweg integriert. Im Herbst soll der beliebte Platz wieder dem Publikum zur Verfügung stehen und an längst vergangene Zeiten erinnern. Die Arbeiten werden von der Genossenschaft Ruinen Kradolf-Schönenberg, der Gemeinde Kradolf-Schönenberg sowie dem Amt für Archäologie begleitet. (id)
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