07.04.2016

Aus für Museumsplan im Kornhaus

Aus für Museumsplan im Kornhaus
Das Massivlagerhaus (links im Bild) am Romanshorner Hafen galt als möglicher Standort für das Historische Museum Thurgau. | © Archivbild Friedrich Böhringer

Anfang 2016 hat der Regierungsrat eine Projektorganisation mit dem Auftrag eingesetzt, die Planungsmöglichkeiten für das künftige Historische Museum Thurgau im Kornhaus Romanshorn vertieft zu klären. Die Gespräche mit der neuen Eigentümerschaft haben ergeben, dass die finanziellen und zeitlichen Rahmenbedingungen für ein gemeinsames Projekt nicht gegeben sind. Der Kanton wird die Planung eines Museums im Kornhaus Romanshorn nicht weiterverfolgen. Er begrüsst die Bemühungen der Kornhaus Romanshorn AG, das historische Gebäude einer neuen Nutzung zuzuführen.

Im Zug der Gespräche mit der neuen Eigentümerschaft hat sich gezeigt, dass von beiden Seiten Interesse an einer Mischnutzung des Gebäudes unter Einbezug des Historischen Museums Thurgau bestehe. Über die finanziellen und zeitlichen Rahmenbedingungen konnte zwischen der privaten Trägerschaft und dem Kanton leider keine Einigung erzielt werden. Im Rahmen der Standortevaluation für das Historische Museum wird der Kanton nun prüfen, ob sich andere Standortmöglichkeiten vorzugsweise in Romanshorn, aber auch im übrigen Oberthurgau oder in Frauenfeld ergeben. (Informationsdienst Kanton Thurgau/id)

 

„Noch keine weiteren Standorte geprüft“

Der Thurgauer Regierungsrat hat 2015 je eine Machbarkeitsstudie zur Nutzung des Romanshorner Kornhauses als Historisches Museum Thurgau und zur Neunutzung des Schlosses Frauenfeld in Auftrag gegeben. Publiziert wurden die Ergebnisse im Januar 2016 dahingehend, dass das Kornhaus geeignet wäre und eine Neunnutzung des Schlosses nur eine museale Nutzung zuliesse.


thurgaukultur.ch wollte nun vom Departement für Erziehung und Kultur wissen, ob auf eine alte Idee zurückgegriffen werden könnte, die eine unterirdische Erweiterung des Schlosses für das bestehende Museum ins Spiel gebracht hatte, ob in Frauenfeld etwa auch die Kaserne in Frage käme und wo mögliche Standorte im Oberthurgau konkret lägen.

 

Regierungsrätin Monika Knill (im Bild) antwortet wie folgt: „Mit dem aktuell kommunizierten Verzicht auf weitere Planungsschritte für das Historische Museum im Kornhaus Romanshorn haben sich parallel noch keine weiteren (Vor-)Entscheide ergeben. Mit der damaligen Standortevaluation wurden weitere Möglichkeiten in Romanshorn in der Region Hafenareal bezeichnet. Insofern können aus heutiger Sicht noch keine Orte und konkrete Objekte genannt werden. Aus ökonomischen Gründen wurden keine weiteren Objekte oder mögliche Projektstandorte parallel geprüft. Der Regierungsrat wird zu gegebener Zeit wieder über das weitere Vorgehen informieren.“ (ho)

 

 

Frühere Beiträge zur Standortsuche:

Wohin mit dem Historischen Museum?

Vom Schloss ins Lagerhaus

Kommentare werden geladen...

Kommt vor in diesen Ressorts

  • Kulturpolitik

Kommt vor in diesen Interessen

  • Geschichte

Ist Teil dieses Dossiers

Werbung

#lieblingsstücke

quer durch den Thurgau

Kultur für Klein & Gross #3

Der Newsletter für kulturelle Familien- & Kinderangebote.

Förderbeiträge 2022 - jetzt bewerben!

Eingabeschluss: 31. Januar 2022. Alle Infos hier:

Wer wir sind

Alles rund um thurgaukultur.ch

Ähnliche Beiträge

Kulturpolitik

«Nicht alle werden das überleben»

Wie geht es den Thurgauer Museen in der Corona-Krise? Heier Lang, Präsident des Vereins MUSE.TG, über drohende Schliessungen, fehlende Unterstützung und versäumte Entwicklungen. mehr

Kulturpolitik

Warum wir über Rassismus reden müssen

Mit der #BlackLivesMatter-Bewegung ist der Kampf gegen alltäglichen Rassismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Auch Museen müssen sich fragen, wessen Geschichten sie wie erzählen. mehr

Kulturpolitik

Neuordnung auf dem Arenenberg

Der Arenenberg soll eine eigene Marke werden. Eine Folge: Das Napoleonmuseum wechselt vom Kulturamt ins Departement für Inneres und Volkswirtschaft. Verdrängt der Tourismus jetzt die Kultur? mehr