von arttv, 09.01.2020
Auf den Spuren von Pablo Walser

Kapitalismuskritik hat in der Kunst eine lange Tradition. Pablo Walser, der Preisträger des Adolf-Dietrich-Förderpreises 2019 knüpft an sie an. Ein Videobeitrag von arttv.ch
«Die künstlerische Arbeit von Pablo Walser besticht durch eine überschäumende Lust am Fabulieren, Erzählen, Verknüpfen, Assoziieren, Irritieren, Collagieren» – heisst es unter anderem in der Begründung der Jury. «Insbesondere seine temporeichen filmischen Arbeiten geben Einblick in eine vielschichtige Gedankenwelt.»
Video: Hier gibt es den gesamten Beitrag
400 Arbeiten ausgestellt
Pablo Walser mischt Sparten und Medien, kombiniert und collagiert Zeichnung, Installation, Filme, «fatale News» und vieles mehr in seinem Schaffen. So auch in seiner Ausstellung zum Förderpreis im Kunstraum Kreuzlingen. Pablo Walser selbst beschreibt seine Arbeit in einer Medienmitteilung mit der Intention, «eine Art 3D-Mindmap seines momentanen Bewusstseins zu erstellen.» Als Preisträger des Adolf Dietrich Förderpreises 2019 erhielt Walser im Dezember 2019 im Kunstraum Kreuzlingen eine Plattform, um seine Arbeiten zu präsentieren.
Biografie
Pablo Walser (*1989) lebt und arbeitet in Dresden und Kreuzlingen. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Seine Arbeiten wurden bereits in Ausstellungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gezeigt.
Adolf Dietrich Preis
Der Preis, der alle zwei Jahre verliehen wird, zeichnet eine begabte Künstlerin oder einen begabten Künstler aus, die oder der zum Kanton Thurgau oder zur Region Konstanz/Singen in einer persönlichen Beziehung steht. Das gilt sinngemäss auch für ein Künstlerpaar oder eine Künstlergruppe. Die Alterslimite beträgt vierzig Jahre. Der Preis, der im Kunstraum Kreuzlingen in einer öffentlichen Feier überreicht wird, besteht aus einem Geldbetrag von 15'000 Franken und einer Ausstellung im Kunstraum Kreuzlingen.

Weitere Beiträge von arttv
- Ein Leben wird Literatur (03.09.2026)
- Zwischen Klang, Kunst und Komposition (28.08.2026)
- Zwischen Ritual und Experiment (19.08.2026)
- Die starke neue Stimme im Schweizer Folk-Pop (14.08.2026)
- Klangfest 2026: Wo Musik entsteht und gelebt wird (06.08.2026)
Kommt vor in diesen Ressorts
- Kunst
Kommt vor in diesen Interessen
- arttv.ch
- Bildende Künste
Ähnliche Beiträge
Wie ein Weckruf aus provinzieller Verschlafenheit
Herzlich, klug, selbstbewusst: Elisabeth Lucy Grossmann war die erste Direktorin des Kunstmuseum Thurgau. Im August ist sie unerwartet verstorben. Ein Nachruf. mehr
Die Poesie der Wiese
Simone Kappeler fotografiert seit mehr als 50 Jahren. Mit der Ausstellung «nature vivante» wirft das Kunstmuseum Thurgau einen Blick auf das Lebenswerk der Frauenfelder Fotografin. mehr
Wie die Natur Kunst schafft
Von der Pilzspore bis zum gewaltigen Eisberg, der Reichtum der Natur sind die Sujets von Georges Wenger. Der Künstler und Typograf zeigt sie nun mit «Radikaler Aufmerksamkeit» im Kunstverein Frauenfeld. mehr

