17.01.2019

«Grand Prix Literatur» für Zsuzsanna Gahse

«Grand Prix Literatur» für Zsuzsanna Gahse
Grosse Auszeichnung: Zsuzsanna Gahse erhält Grand Prix Literatur 2019 | © Maurice Haas

Grosser Erfolg: Die im Thurgau lebende Schriftstellerin Zsuzsanna Gahse erhält in diesem Jahr den Grand Prix Literatur. Das hat das Bundesamt für Kultur bekannt gegeben.

Zsuzsanna Gahse erhält den mit 40.000 Franken dotierten Schweizer Grand Prix Literatur 2019 nach Angaben einer Medienmitteilung «für ihr originelles Werk zwischen Poesie und Prosa». Überzeugt haben demnach die Jury das Interesse der Autorin für Sprache und Wörter und die Beobachtung gesellschaftlicher Phänomene, aber auch der Sprachklang und die Tempowechsel sowie der nicht nur spielerische Witz und die Ironie. 

Zsuzsanna Gahse wird 1946 in Budapest geboren. 1956 flüchtet sie mit ihrer Familie aus Ungarn und lässt sich zuerst in Wien und später in Kassel nieder. 1983 erscheint ihr erster Roman Zero, den sie auf Deutsch verfasst. Zsuzsanna Gahse lebt lange in Stuttgart, danach in Luzern und seit 1998 in Müllheim im Thurgau. Das Werk von Zsuzsanna Gahse umfasst über vierzig Bücher und unzählbare Veröffentlichungen. Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 14. Februar, um 18 Uhr in der Nationalbibliothek in Bern statt. Eine Besprechung ihres jüngsten Werkes "Siebenundsiebzig Geschwister" gibt es hier. 

Sieben Werke aus 2018 erhalten eine Auszeichnung

Der Spezialpreis Vermittlung geht gleichzeitig an das Centre de traduction littéraire in Lausanne und das Übersetzerhaus Looren. Neben diesen beiden Auszeichnungen werden die Schweizer Literaturpreise für im vergangenen Jahr erschienene literarische Werke vergeben. Von den 2018 erschienenen Werken, die am Wettbewerb teilgenommen haben, wurden die Folgenden durch die Eidgenössische Jury für Literatur ausgezeichnet:   

Elisa Shua Dusapin, Les Billes du Pachinko, Zoé

Alexandre Hmine, La chiave nel latte, gabriele capelli editore

Julia von Lucadou, Die Hochhausspringerin, Hanser

Anna Ruchat, Gli anni di Nettuno sulla terra, Ibis

Patrick Savolainen, Farantheiner, Verlag die brotsuppe

José-Flore Tappy, Trás-os-Montes, La Dogana

Christina Viragh, Eine dieser Nächte, Dörlemann

Die Schweizer Literaturpreise

Das Bundesamt für Kultur (BAK) vergibt jedes Jahr die Schweizer Literaturpreise. Der Schweizer Grand Prix Literatur zeichnet das Gesamtwerk einer Autorin oder eines Autors aus. Alle zwei Jahre wird im Wechsel mit dem Spezialpreis Übersetzung der Spezialpreis Vermittlung vergeben, den sich in diesem Jahr zwei Institutionen teilen. Zusätzlich zu diesen mit je 40 000 Franken dotierten Auszeichnungen werden jährlich Preise für im vergangenen Jahr erschienene Einzelwerke ausgeschrieben. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten je 25 000 Franken und werden durch spezifische Förderungsmassnahmen unterstützt, die ihre Werke auf nationaler Ebene bekannt machen sollen. Insbesondere werden in der ganzen Schweiz Lesungen organisiert, die es den Autorinnen und Autoren ermöglichen, ihr Publikum über die Sprachgrenzen hinaus zu vergrössern.

 

 

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