14.08.2016
Das Sommerloch und das Fernweh

In der Serie "Sommerloch" im Garten des Eisenwerks Frauenfeld geht's gemütlich zu. Philipp Lerch von der Programmgruppe "Kultur@Beiz" erklärt im VIDEO, warum das so ist.
Samantha Zaugg
Das Sommerloch lockt Besucher in den Garten des Eisenwerks. Die Konzertserie schafft Ferienstimmung. Soviel, dass Weltenbummler bestimmt die eine oder andere Träne des Fernwehs schlucken müssen.
Latin-infizierter poppiger funky elektroakustischer Folk. So beschreibt Andre Manella alias Sonic Delusion seine Musik. Will heissen: Mann mit Gitarre und Loopstation sitzt auf Bühne und spielt Lieder aus aller Welt. Vom arabischen Stück bis zur soften Ballade hat er alles im Repertoire. Wer nur zuhört weiss nicht, ist er in Agadir oder Ascona.
Das gleiche lässt sich auch über das Ambiente sagen. Die Fassade des Eisenwerks gehört scheinbar zu einem englischen Industrieort. Die Kastanienbäume erinnern an Norditalien und die Liegestühle könnten geradesogut an der Côte d’Azur stehen. Genau das macht das Sommerloch aus, sagt Philipp Lerch, von Kultur i dä Beiz. „Es ist eine lockere Konzertserie in entspannter Atmosphäre“. Die Künstler sind bunt gemixt, Schubladen gibt es keine. Die Konzerte sind ein kleiner Trost für die Daheimgebliebenen. Sie können so tun als ob. Als ob sie in Locarno wären, in Cannes oder in Marrakech. Zumindest für einen Abend.
Was den Charme der Sommerserie ausmacht, Organisator Philipp Lerch erklärt es im Video-Interview:
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