von Brigitta Hochuli, 22.07.2016
Lara Stoll unter Verdacht

Lara Stoll, Thurgauer Kulturpreisträgerin und diplomierte Filmemacherin, macht mit einem vermeintlichen Cannabis-Angebot Schlagzeilen. Die Crowdfunding-Plattform wemakeit.com freut‘s. „Endlich haben wir es wieder mal auf die Titelseite von ,20 Minuten‘ geschafft - danke Sommerloch!!“, schreibt sie auf Facebook.
Brigitta Hochuli
Im Internet verkaufe Lara Stoll Joints, um so ihr Filmprojekt finanzieren zu können. Das Angebot sei zwar als Witz gemeint, könnte aber ein rechtliches Nachspiel haben, meint die Gratiszeitung 20 Minuten und titelt: „Bekommt Lara Stoll jetzt Ärger mit dem Gesetz?“
Worum geht es? «Bild mit Ton», Lara Stolls Fernseh- und Internetsender, will unter dem Titel „128 Hours“ einen Kinofilm drehen und sucht auf der Crowdfunding-Plattform wemakeit.com Unterstützer. Der Film sei zwar ein „echtes Schnäppchen, 1 Location, 1 Badewanne, 2 Wahnsinnige, 1 GoPro, die nicht richtig funktioniert und 1 andere Kamera aus dem letzten Jahrzehnt“, schreiben Stoll und ihr Partner Cyrill Oberholzer. Sie müssten aber trotzdem betteln.
Trailer zu Lara Stolls Filmprojekt; falls er auf Ihrem Bildschirm nicht angezeigt wird, schauen Sie bitte hier.
Was die Redaktion von „20 Minuten“ zur Nachfrage bei einem Rechtsanwalt veranlasst hat, ist eine von Stoll ausgesetzte Belohnung für eine Spende von 42 Franken, bestehend aus „1 von Lara Stoll (wahrscheinlich schlecht) gedrehten Joint, per Post“. Lara Stoll würde demnach Cannabis versenden und müsste mit 100 Franken Busse rechnen, wemakeit.com würde als Drogenumschlagplatz ebenfalls zur Verantwortung gezogen werden können, schreibt das Gratisblatt.
Wemakeit.com antwortet auf Facebook prompt: „Endlich haben wir es wieder mal auf die Titelseite von '20 Minuten' geschafft - danke Sommerloch! Wir sitzen zwar mit dem Büro mitten im Zürcher Drogenmilieu, deswegen sind wir aber noch lange keine Dealer. Darum gibt es auf Lara Stolls Joint-Reward neu eine 100% Geld-Zurück-Garantie für Polizei und Staatsanwaltschaft zwecks Überprüfung der absolut legalen Zusammensetzung.“
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Auch ein ThurgauerGründer und Partner von wemakeit.com ist übrigens der Künstler Johannes Gees, wie Lara Stoll auch ein Thurgauer. Unter anderem hat er 2011 einen Förderbeitrag des Kantons Thurgau erhalten. Mehr zu den Anfängen der ersten Schweizer Crowdfunding-Plattform lesen Sie bitte auf thurgaukultur.ch hier. (ho/Bild pd) |

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