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Wie wir uns weiter entwickelt haben

Wie wir uns weiter entwickelt haben
Das Kernteam von thurgaukultur.ch: Sarah Lüthy (Geschäftsleiterin), Anja Mosima (Agenda-Redaktorin) und Michael Lünstroth (Redaktionsleiter) | © Sascha Erni

Was hat uns bei thurgaukultur.ch in 2022 beschäftigt? In unserem Jahresbericht schlüsseln wir die wichtigsten Themen aus Geschäftsstelle und Redaktion auf. (Lesedauer: ca. 2 Minuten)

„Wir blicken auf ein intensives, interessantes Jahr und, wie wir einschätzen, erfolgreiches Jahr zurück“, schreibt Sarah Lüthy, Geschäftsführerin bei thurgaukultur.ch im Jahresbericht 2022. Regelmässig geben wir in diesen Jahresberichten Einblicke in die Themen, die uns im jeweiligen Berichtsjahr beschäftigt haben. Damit wollen wir unsere Leser:innen und Nutzer:innen auch auf dem Laufenden halten, was bei uns hinter den Kulissen passiert.

Finanzen first: Unser Budget für 2022 betrug rund 260’000 Franken. Davon stammen 190‘000 Franken aus dem Lotteriefonds und 50‘000 Franken von der Kulturstiftung. Die Eigenfinanzierung wird mit Insertionen, Kulturpartnerschaften und freiwilligen Beiträgen erwirtschaftet. Unser Stellenetat umfasst total 123%-Stellenprozente. Diese verteilten sich 2022 folgendermassen: Redaktionsleitung: 60%, Geschäftsleitung: 50%, Agenda-Redaktion: 13%. Zahlreiche freie Autor:innen arbeiten auf Auftragsbasis für unser Magazin.

Das Grossprojekt «Minasa»

Auf Ebene der Geschäftsführung war das Jahr 2022 geprägt von dem Grossprojekt „Minasa“. Darin schaffen das Ostschweizer Kulturmagazin «Saiten» und thurgaukultur.ch gemeinsam eine neue IT-Infrastruktur für Non-Profit-Kulturportale und einen einheitlichen Veranstaltungskalender.

„Wir wollen es Veranstalter:innen vereinfachen, ihre Daten zu verbreiten“, sagt Sarah Lüthy, Geschäftsführerin von thurgaukultur.ch. Initialzündung für das 350’000 Franken schwere und von den Kantonen Thurgau (Transformationsprojekt 156’000 Franken), St. Gallen (Lotteriefonds 130’000 Franken) und der Stadt St. Gallen (8’000 Franken) unterstützte Kooperationsprojekt «Minasa» (arabisch für Plattform) war die Pandemie.

 

Philip Stuber (Co-Verlagsleiter Saiten) und Sarah Lüthy (Geschäftsführerin thurgaukultur.ch). Bild: Roman Hertler

Kooperation statt Konkurrenz

„Covid hat uns die Schwachstellen in unseren Systemen aufgezeigt und gleichzeitig verdeutlicht, dass es grossen Bedarf bei der zuverlässigen Weiterleitung und Weiterverbreitung von Veranstaltungsdaten gibt“, ergänzt Philip Stuber, Co-Verlagsleiter des St.Galler Magazins «Saiten». Die Projektpartner «Saiten» und thurgaukultur.ch beteiligen sich mit je 20 Prozent ihres Kostenanteils an der Umsetzung.

Beide Projektpartner denken zudem längst über ihre Zweierbeziehung hinaus. Von der neu zu entwickelnden IT-Infrastruktur sollen nicht nur «Saiten» und thurgaukultur.ch profitieren, auch andere Non-Profit-Kulturportale können teilhaben.

Ziel ist es eine IT-Infrastruktur zu schaffen, die neue oder bestehende Kulturvermittlungsprojekte gegen eine Gebühr nutzen können. So sollen neue Portale schneller starten können, ohne noch eine eigene Software entwickeln zu müssen. Sie bekommen stattdessen eine vielfach erprobte IT-Infrastruktur zur Hand und können sich sofort auf die Inhalte konzentrieren.

Redaktionelle Fortentwicklung in 2022

Im Bereich der Redaktion steht das Jahr 2022 für eine Fortentwicklung im Magazin von thurgaukultur.ch. Die Anforderungen, Erwartungen und Wünsche an das Magazin haben sich in den vergangenen Jahren verändert. Auf diese veränderten Nutzungsgewohnheiten haben wir reagiert und das Magazin in einigen Aspekten neu ausgerichtet.

Das bedeutet in erster Linie – wir sind multimedialer geworden. Zwei konkrete Beispiele hierfür. Erstens: Das multimediale Interview mit dem Musiker Christoph Luchsinger, der in Audio- und Videobeiträgen auf unsere Fragen geantwortet hat. Das oft als sperrig wahrgenommene Thema «Neue Musik» konnten wir so spielerischer vermitteln.

Zweitens: Eine Geschichte zur Ruine Anwil hat unsere Autorin Sharon Rieser mit einer 360-Grad-Animation illustriert. Zudem haben wir im 2022 die Kooperation mit arttv.ch konsequenter ausgenutzt und häufiger als in früheren Jahren Videobeiträge von den Kolleg:innen übernommen.

 

Wie wir Debatten angeregt haben 2022

Was uns auch immer wichtig ist - Debatten anzuregen. thurgaukultur.ch ist es auch 2022 gelungen, Debatten anzuregen, zu erweitern und durch Recherchen Transparenz und Verständnis in und für kulturpolitische Entwicklungen herzustellen.

Beispielhaft nennen lassen sich hier die Diskussionen um die Ausladung der russischen Künstlerin Anastasia Kobekina durch die Stiftung der Kartause Ittingen, die Auseinandersetzung um die internen Querelen im Kreuzlinger Kulturzentrum Kult-X oder auch die Analysen zu den Thurgauer Kulturpools oder dem neuen kantonalen Kulturkonzept.

 

Wurde 2022 intensiv diskutiert: Die  Ausladung der russischen Künstlerin Anastasia Kobekina durch die Stiftung der Kartause Ittingen. Bild: Archiv

thurgaukultur.ch stand auch 2022 für Qualitäts-Kulturjournalismus

Unser redaktionelles Fazit zu 2022: Insgesamt stand thurgaukultur.ch auch 2022 für eine qualitätvolle Auseinandersetzung mit dem Kulturleben im Thurgau. Das belegen beispielsweise die akribischen Einzelwerkbesprechungen von János Stefan Buchwardt zu den Neueinkäufen des Kunstmuseum Thurgau oder auch die Interviews mit prägenden Menschen aus dem Kulturkosmos des Kantons: Markus Landert über Werte in der Kunst, Dominik Gügel über Waffen-Ausstellungen in Zeiten des Ukraine-Krieges, Simone Keller über den Thurgauer Kulturpreis und Marina Belobrovaja über das viel diskutierte Verhältnis von Politik und Kunst.

Viele weitere Details im öffentlichen Jahresbericht

Wer sich für Zahlen interessiert: Insgesamt sind 2022 325 Texte bei uns erschienen. Sie verteilen sich folgendermassen auf die Rubriken: Musik: 64, Bühne: 54, Kunst: 74, Literatur: 32, Film: 11, Kulturpolitik: 26, Wissen: 62.

Weitere Details aus dem Innenleben von Redaktion und Geschäftsstelle erfährst du in unserem Jahresbericht. Er steht hier zum Download Jahresbericht 2022.pdf bereit.

 

 

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