«Das Kunstmuseum soll ein Leuchtturm für den Thurgau sein»

«Das Kunstmuseum soll ein Leuchtturm für den Thurgau sein»
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Grossratswahl 2020: Die Parteien im Kulturcheck. Die FDP schlägt einen Ideenwettbewerb zur Standortdebatte um das Historische Museum vor. Ittingen als Standort für das Kunstmuseum sei nicht gesetzt. Die FDP hat aktuell 20 Sitze im Grossen Rat. Geantwortet haben auf unsere Fragen sieben verschiedene Kantonsrats-KandidatInnen.

Das Thema Kultur findet sich nicht in ihrem Wahlprogramm. Warum nicht?

Daniel Eugster: Mit der Initiierung, Umsetzung und Betrieb des Kultur­zentrum Press­werkes ist für mich Kultur mehr als Wahlprogramm, sondern tägliche Realität, welche mir und meinen Kollegen viel Freude macht.

Cornelia Hasler-Roost: Das Thema Kultur gehört meines Erachtens in den Bereich «Gemein­schaft und Gesell­schaft». Daher ist es in unserem Wahlprogramm verankert.

Brigitte Kaufmann: Ja, das stimmt, auf jeden Fall nicht spezifisch. Man muss sich auch konzentrieren können in den politischen Aussagen. Meine Schwerpunkte sind Finanzen, Steuern, Staatswesen generell, Governancefragen. Diese Themen haben mal mehr, mal weniger Bezug zu anderen Politthemen, auch zur Kulturpolitik.   Persönlich bin ich «kulturaffin» unterwegs. Ich liebe Bücher, pflege die Schweizer Autoren, bin Fan vom Kino Roxy in Romanshorn, und ich habe mich z.B. bei Rotary Oberthurgau stark für die Auszeichnung des letzten Kulturpreises engagiert. Als frühere Gemeindepräsidentin habe ich den Beitritt meiner Gemeinde zum Kulturpool Oberthurgau vorangetrieben und selbstverständlich ist meine Familie Supporter der Uttwiler Meisterkurse.

Ruth Kern: Kultur ist mir sehr wichtig, für mich aber sehr persönlich und gehört nicht in ein allgemeines Wahl­programm

Beat Rüedi: Stimmt nicht. Bier trinken gehört zu meiner Kultur und ist in meinem Wahl­programm.     

Kristiane Vietze: Tatsächlich: Das ist eine gute Frage. An sich erstaunlich, dass wir Kultur nicht separat ange­sprochen haben. Wahrscheinlich, weil sie irgendwie überall mit dazu­gehört. Bei Bil­dung, Innovation, Gesellschaft, etc.

Cornelia Zecchinel: Mein Wahl­credo ist seit eh und je: Kultur ver­bindet. Im Leben von vielen liberal denkenden Menschen spielt Kultur eine wich­tige Rolle. Sie schreiben sich das aber nicht jedesmal auf die Fahne, sondern leben es: als Publikum, als Initianten, als Mitarbeitende in Vorständen, als Sponsorinnen und Sponsoren, als Förderinnen und Förderer.

«Die Qualität muss bei geför­derten Werken gesichert sein. Auf keinen Fall ein JEKAMI zulassen. Auch keine Selbst­aus­beutung.»

Cornelia Zecchinel, FDP Kreuzlingen 

Welches sind die aus Ihrer Sicht wichtigsten Kultur-Projekte der neuen Legislatur?

Daniel Eugster: Historische Museen, Kartause Ittingen, Vernetzung Kulturveran­stalter

Cornelia Hasler-Roost: Ich beschäftige mich hauptsäch­lich mit dem Kultur­programm im Hinterthurgau. Da kommen mir folgen­de Themen in den Sinn: Kulturbühne 2021, Krönung 2020, 2021, 2022, 2023, Operette Sirnach, Montag Blues, Neue Projekte Oliver Kühn mit dem Theater jetzt. Von weiteren Projekten lasse ich mich gerne inspirieren.

Brigitte Kaufmann: Die «Museumsfrage». Wohin soll das Historische Museums des Kantons Thurgau kommen, ist der Standort für das erweiterte Kunst­museum in der Kartause am richtigen Ort?

Ruth Kern: Es muss vielseitig bleiben – ich möchte keines hervorheben.

Beat Rüedi: Die Klärung des Schicksals der kantonalen Museen

Kristiane Vietze: Die Entwicklung der Museums­strategie nun mit den „Thurgauer Köpfen“ in allen Thurgauer Museen umzuset­zen, ist sicher ein Meilen­stein. Dann ist es lokal sehr unter­schiedlich. Für Frauenfeld ist das Bücherfest im Sommer 2020 ein Highlight. Aber am wichtigsten ist wohl wie in jeder Legis­latur, Thur­gauer Kultur beim Aufblü­hen zu unterstüt­zen – und zwar vor allem lokal.

Cornelia Zecchinel: Die Museums­bauten. Alle Gemein­den sollten den Kulturpools beitreten. Das fliesst positiv auf sie zurück.

«Arbon ist mit seiner Industrie­geschichte der perfekte Standort!»

Daniel Eugster, FDP Arbon, zur Standortdebatte um das Historische Museum Thurgau 

Welche Schwerpunkte wollen Sie in den kommenden Jahren in der Kulturpolitik setzen?

Daniel Eugster: Vernetzung Kulturveranstaltung im Oberthurgau, Förderung von Vielfalt

Cornelia Hasler-Roost: Persönliche Teilnahme, persönliche Mithilfe (vor Ort, Organisation), persönliches Engagement als Politikerin, je nach Thema und Notwendigkeit

Brigitte Kaufmann: Als Bewohnerin des Bezirks Arbon setze ich mich ganz konkret für den Standort des kantonalen Histo­rischen Museums in Arbon ein.

Ruth Kern: Möglichst viele Punkte – nicht einzelne Schwer­punkte

Beat Rüedi: Anstoss für ein Museum für moderne Kunst.

Kristiane Vietze: Gerne unterstütze ich die im Thurgauer Kultur­konzept genannten Entwicklungsziele 2019 – 2022

Cornelia Zecchinel: Kultur mit allen Facetten soll sichtbar und lebbar sein und darf nicht aus dem Thurgau verschwin­den. Die Qualität muss bei geför­derten Werken gesichert sein. Auf keinen Fall ein JEKAMI zulassen. Auch keine Selbst­aus­beutung.

«Als Frauen­felderin liegt mir Frauenfeld als Heimat des Histo­rischen Museums natürlich nah.»

Kristiane Vietze, FDP Frauenfeld, zur Standortfrage des Historischen Museums Thurgau 

Welchen Stellenwert räumen Sie der Kulturpolitik in Ihrer politischen Arbeit ein?

Daniel Eugster: Arbeit, Sport und Kultur sind zentrale Punkte für unsere Gesellschaft und deshalb auch für die Politik.

Cornelia Hasler-Roost: Ich habe 10 Jahre lang als Gemeinde­­rätin das Ressort Kultur, Freizeit und Sport in Aadorf präsidiert. Das hat mir einen nahen Zugang zur Kultur gegeben und mich eingebun­den. Daher ist das Thema immer präsent.

Brigitte Kaufmann: Positiv gesagt: Jeder Kantonsrat, jede Kantonsrätin hat seine /ihre Kompeten­zen. Ich persönlich z.B. habe keine Mühe, in kulturpolitischen Fra­gen gut zuzuhören, welche Haltung zum Beispiel meine Ratskollegin Cornelia Zecchinel, FDP, Kreuz­lingen, zu den entsprech­enden relevanten Themen einnimmt. Ich will sagen, Kulturpolitik ist mir wichtig, aber ich bin keine «Kultur­politikerin». Ich hüte mich, hier irgendetwas von «Kulturpolitik» zu schwadronieren, nur um einen guten Eindruck zu machen

Ruth Kern: Ich werde mich bemühen mög­lichst objektiv zu bleiben, mich für Unterstüt­zung wo nötig einzuset­zen, aber ansonsten die Kultur nicht zu stark mit Regeln der Politik vermischen.
Beat Rüedi: Einen ange­messenen.

Kristiane Vietze: Mein Einsatz für Kultur ist eher im gemeinnützigen Bereich. So setze ich mich im Vor­stand des Thur­gau­­er Wirtschafts­instituts ein, im Think Tank Thur­gau, im Beirat der Kanti Frauenfeld, im Vorstand von Schloss Herdern und ich bin Mit­glied der Genos­sen­schaft Eisen­werk. Mein poli­tisches Engage­ment ist eher in den Bereichen Wirt­schafts­politik und auch Bil­dungs­politik – beide be­inhalten allerdings auch viel Kultur.

Cornelia Zecchinel: Kultur gibt Luft zum Leben und geistige Anre­gung. Sie ist für mich zentral.

«Lage und insbeson­dere Architektur sind für mich bei einem Kunstmuseum ebenso entscheidet wie der eigentliche «Inhalt» des Museums. Ich hatte schon immer Mühe mit der Tat­sache, dass das Kunstmuseum Thur­gau in der Kartause ist.»

Brigitte Kaufmann, FDP-Kantonsrätin 

 

Wo soll das Historische Museum Thurgau künftig beheimatet sein?

Daniel Eugster: Arbon ist mit seiner Industrie­geschichte der perfekte Standort!

Cornelia Hasler-Roost: Dieses Feld überlasse ich den Betroffenen. Für mich spielt hier nicht die Rolle «wo» das Museum ist, sondern dass es den verdienten Stellenwert, Reputation und Beachtung erhält.

Brigitte Kaufmann: Ich finde es gut, dass zu dieser Frage eine Art Ideenwettbewerb innerhalb des Kantons stattfindet und es da­durch nicht zwangs­läufig «Frauenfeld» heissen muss. Arbon bringt alle Voraus­setzungen mit, um Standort dieses bedeutsamen kanto­nalen Museums zu werden.

Ruth Kern: Es soll in Frauenfeld bleiben.

Beat Rüedi: Im Oberthurgau

Kristiane Vietze: Es kommt darauf an. Ich bin ge­spannt, welche Ent­scheidungs­faktoren schliess­lich eine Rolle spielen und wie sie gewichtet sind. Als Frauen­felderin liegt mir Frauenfeld als Heimat des Histo­rischen Museums natürlich nah.

Cornelia Zecchinel: keine Antwort

«Mit den 127 Millionen Franken aus dem TKB-Aktienverkauf würde ich ein neues Museum für moderne Kunst am See bauen.»

Beat Rüedi, FDP-Kantonsrat aus Kreuzlingen 

Wie sieht Ihre Vision für das Kunstmuseum Thurgau aus?

Daniel Eugster: Modern, kinder- und familien­freundlich, frech.

Cornelia Hasler-Roost: Es soll ein «Leuchtturm» sein für den Kanton Thurgau. Inhaltlich soll es eine breit abgestützte Interessensgruppe ansprechen. Daher bin ich der Meinung, dass etwas kosten darf.

Brigitte Kaufmann: Lage und insbeson­dere Architektur sind für mich bei einem Kunstmuseum ebenso entscheidet wie der eigentliche «Inhalt» des Museums. Ich hatte schon immer Mühe mit der Tat­sache, dass das Kunstmuseum Thur­gau in der Kartause ist. Ich kann mir einen architek­tonisch hoch­wertigen Neubau, z.B. am See, Kreuzlingen, vorstellen. Ich bin aber offen für eine gute und konstruktive Diskussion.

Ruth Kern: Nicht zu abge­hoben, nicht zu kulturell elitär, sondern auch eine breite «Ge­schmacks­­mischung»

Beat Rüedi: Ein moderner Neubau oder die Umnutzung eines alten Gebäudes am See.

Kristiane Vietze: Für das Kunst­museum stehen für mich prak­tische Kriterien im Vorder­grund. Die Expona­te müssen profes­sionell auf­be­wahrt und prä­sen­tiert wer­den können. Und es braucht Raum für Entwick­lung. Die Umge­bung der Kartause finde ich persön­lich sehr char­mant, aber wenn dieser Aus­stel­lungsort zu viele Abstriche bezüg­lich Prakti­ka­­bilität mit sich bringt, muss auch ein anderer Ort denkbar sein.

Cornelia Zecchinel: Das Kunst­museum Thurgau soll in der Kartause bleiben. Hier gibt es eine Einzigartig­keit. Das rühmen auch Gäste von aus­wärts, welche schon viele Museen gesehen haben. Der Samm­lungs­schwerpunkt: Aussen­seiter­kunst ist hier perfekt eingebettet.

Wie könnte die Thurgauer Kultur über die Kantons­grenzen hinaus sichtbarer werden?

Daniel Eugster: Ja, natürlich. Mit dem Kultur­zentrum Presswerk haben wir dies bewiesen. Nach 3 Jahren finden wir bereits nationale Beachtung und Anerkennung

Cornelia Hasler-Roost: Genau mit solchen Projekten wie das Kunst­museum. Wir sind sehr bescheiden, auch in dem was wir bauen und präsentieren. Manchmal wünsche ich mir etwas mehr Mut in dieser Hinsicht, nicht nur in der Kultur.

Brigitte Kaufmann: Mit einer konzisen Kulturpolitik von Regierung und Grossem Rat und mit einem mutigen Entscheid zum Standort des Kunstmuseums Thurgau vielleicht?

Ruth Kern: Das muss nicht sichtbarer sein – heute ist es einfach, Infor­­matio­nen aus anderen Kantonen zu bekommen.

Beat Rüedi: keine Antwort

Kristiane Vietze: Sicherlich auf digitalem Weg – aber jede digitale Welt braucht auch eine physische Heimat. Ich könnte mir vorstellen, dass Kooperationen mit ausserkantonalen Institutionen die Sichtbarkeit erhöhen.

Cornelia Zecchinel: Das Kunst­museum Thur­gau in der Kartause zeigt sich durch die Einzigartigkeit der Anlage. Durch eigene Aktionen der Künstler­innen und Künstler, z.B. durch Tourneen wie bei Olli Hauen­­stein. Oder durch neue Zu­sam­men­arbeit wie sie immer wieder bei der Theater­werksstatt Gleis 5 entsteht. 

«Wir sind sehr bescheiden, auch in dem was wir bauen und präsentieren. Manchmal wünsche ich mir etwas mehr Mut in dieser Hinsicht, nicht nur in der Kultur.»

Cornelia Hasler-Roost, FDP-Kantonsrätin aus Aadorf

Kann Kultur ein Standortfaktor für den Thurgau sein?

Daniel Eugster: Kultur gehört zum Leben und ist deshalb ein Bestandteil der Lebensqualität eines Wohnortes.

Cornelia Hasler-Roost: Ja, jedoch wohl nicht mehr oder weniger wie bei den umliegenden Kantonen.

Brigitte Kaufmann: Kultur IST ein Standortfaktor für den Thurgau!

Ruth Kern: ... was heisst hier kann?  Zum Beispiel die Kartause Ittingen ist ein wichtiger kultureller Standort

Beat Rüedi: Ja. Für reifere Menschen, die Zeit und Geld in die Kultur investieren

Kristiane Vietze: Auf jeden Fall. Diese Frage kann man auch umkehren. Fehlende Kultur wäre sicherlich ein Nachteil für den Standort Thurgau.

Cornelia Zecchinel: Kultur ist ein Standort­faktor. Leider mussten wir als "Ansiedler" schon hören: Unsere Leute möchten lieber in Zürich arbeiten, da ist das kultu­rel­le Angebot besser.

Werden Künstlerinnen und Künstler aus Ihrer Sicht heute ange­messen ent­lohnt für ihre Arbeit? Falls nein: Wie wollen Sie das ändern?

Daniel Eugster:Wertschätzung und Entlöhnung von Kunst ist sehr unter­schied­lich. Ansprüche und Erfolg unter­schied­lich. Ich kann für unsere Veranstal­tungen im Press­werk sprechen. Wir bemühen uns sehr, die Künstler ange­messen und fair zu entlöhnen. Wir entlasten die Künstler vom Risiko.

Cornelia Hasler-Roost: Es gibt für regio­nale Projekte die regio­na­len Kultur­förder­pools. Hier kenne ich natür­lich ThurKultur sowie die Kom­mission der Gemeinde Aadorf. Bei grösseren Pro­jekten springt das Kulturamt Thur­gau ein. So wie ich die Erfahrung gemacht habe, gibt es aus den entspre­chen­den Gefässen eine angemessene Ent­löhnung. Ich bin auch der Meinung, dass diese Auftei­lung Kommunale-, Regio­nale- und Kantonsförderung gut gelöst ist. Es gibt für «jede» Veranstaltung das passende Gefäss.

Brigitte Kaufmann: Ich kann das nicht beurteilen.

Ruth Kern: Die Künstler, die mir nahestehen, arbeiten aus Berufung und Talent… und nicht wegen dem Lohn. Auch in dieser Sparte klafft die Schere weit auseinander, je nach Be­kannt­he­its­grad, Mode­strömungen etc.  und nicht wegen politi­schem Einfluss.

Beat Rüedi: Nein. Das lässt sich kaum ändern.

Kristiane Vietze: Da muss man sich erst einmal überlegen, was denn ein „ange­mes­sener Lohn“ ist. Ich stelle mir vor, dass Künst­ler­innen und Künstler ganz unter­schiedlich hoch entlohnt werden. Der Markt spielt hier eine grosse Rolle – die eine Kunst gefällt einer Mehr­heit, die andere weniger – ent­sprechend unter­schied­lich sind die möglichen erziel­ten Preise. Nur sind Preis und Wert wohl nicht immer im Ein­klang. Die gleiche Frage stellt sich übrigens auch bei Politikern – wie wollen Sie deren Wert für die Ge­meinschaft „ge­recht“ entlohnen? Das ist in meinen Augen gar nicht möglich.

Cornelia Zecchinel: Künstlerinnen und Künstler sollen einen wichtigen Stellenwert in der Gesellschaft haben. Sie haben etwas zu sagen und das darf nicht gratis sein. Wir haben aber kaum angestellte Künstler im Kanton. Die Förderung geschieht über Projekte und Förderbeiträge.

«Nicht zu abge­hoben, nicht zu kulturell elitär, sondern auch eine breite «Ge­schmacks­­mischung».»

Ruth Kern, FDP-Kantonsrätin zur Frage wie sie sich das Kunstmuseum Thurgau der Zukunft vorstellt 

Mit den 127 Millionen Franken aus dem TKB-Aktienverkauf würden wir…

Daniel Eugster: … ein nachhaltiges Projekt unter­stützen, welches weit über den Thurgau strahlt und die Positionierung, sowie den Standort stärkt.

Cornelia Hasler-Roost: keine Antwort

Brigitte Kaufmann: … sollen zwei über­ragende Bildungs­projekte und ein Kulturprojekt, konkret das neue kantonale Historische Museum in Arbon, finanziert werden.

Ruth Kern: … versuchen einen gerechten Verteilungs­schlüssel finden

Beat Rüedi: … ein neues Museum für moderne Kunst am See bauen.

Kristiane Vietze: … Projekte unter­stützen, die dem Kanton Thurgau nachhaltig einen Mehr­wert bringen. Dazu gehören Gesellschaft, Wirt­schaft und Um­welt. Den Weg, den die Kantonsregierung aktuell mit dem Grundlagen­papier eingeschlagen hat, unterstützen wir und sind ge­spannt, welche Pro­jekte vorge­schlagen werden. Auf unserer Liste sind zur Zeit der „Berufsbildungs­campus Ost­schweiz“ und der „Digital Campus“ – schauen wir mal, was noch dazu kommt.

Cornelia Zecchinel: ... würde ich den spannenden Kunstraum in Kreuzlingen weiter entwickeln zu einem Kunst­ort, der die Themenwelt "Grenze" bespielt. Das soll gemein­sam mit Konstanz geschehen. Der Kunstraum Kreuz­lingen arbeitet bereits mit der Uni Konstanz zusam­men. Das kann interessant weiter­entwickelt werden.

 

 

 

 

So antworteten die anderen Parteien auf die Fragen

SP Thurgau: «Wir wollen freien Eintritt in allen Museen ermöglichen»

Grüne Thurgau: «Das kantonale Kulturbudgets sollte erhöht werden»

SVP Thurgau: «Das Historische Museum sollte in den Oberthurgau»

GLP Thurgau: «Der Oberthurgau hat für uns Priorität»

EDU Thurgau: «Kultur ist keine Frage des Standorts»

EVP Thurgau: «Kunstmuseum soll in der Kartause bleiben»

 

Wen wählen? Eine Zusammenfassung und Analyse der Antworten finden Sie hier

 

CVP Thurgau und BDP Thurgau haben auf unsere Anfrage nicht reagiert.

 

Der Kulturcheck: Wir wollten im Hinblick auf die Kantonsratswahl am 15. März von den Fraktionen wissen, wie sie es mit der Kultur halten. Um ihre Haltung zu verschiedenen Themen abzufragen, haben wir einen Fragebogen entwickelt. In diesem stellten wir konkrete Fragen (beispielsweise zur Standortdebatte um das Historische Museum Thurgau), aber auch allgemeine Fragen zur Bedeutung von Kulturpolitik und der finanzielle Lage von Künstlerinnen und Künstlern. Zwei Wochen hatten alle Fraktionen Zeit, die Fragen zu beantworten.

 

Wir haben den Fraktionen überlassen, ob sie eine Fraktionsmeinung abgeben oder einzelne Kandidatinnen und Kandidaten zu Wort kommen lassen. Sieben der neun im Rat vertretenen Gruppierungen haben sich die Zeit genommen. Lediglich die CVP und die BDP antworteten trotz mehrfachen Nachfragens auf verschiedenen Kanälen nicht auf unsere Anfrage.

 

Die Wahl: Am Sonntag, 15. März, wird zum ersten Mal im Thurgau nicht nur der Grosse Rat neu gewählt, sondern auch die Mitglieder des Regierungsrats stehen zur Wahl. In unserem „Kulturcheck“ konzentrieren wir uns allerdings auf die Parlaments-Wahl.

 

Die Machtverhältnisse im Grossen Rat: Aktuell zählt der Grosse Rat 130 Mitglieder. Die Sitzverteilung lautet derzeit wie folgt. Die SVP hält 44 Sitze, CVP 20, FDP 20, SP 17, Grüne Partei 9, GLP 7, EVP 5, EDU 5 und BDP 3.

 

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