Trotz Lockerungen: «generations» abgesagt

Trotz Lockerungen: «generations» abgesagt
Sollte eigentlich beim Jazzfestival «Generations» in diesem Jahr spielen: Der Pianist Django Bates. Wegen der Corona-Pandemie wird das Festival nun auf 2021 verschoben. | © Richard Kaby / CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)

Das Frauenfelder Jazzfestival „generations“ findet in diesem Jahr nicht statt. Weiterhin geltende Reisebeschränkungen würden die Durchführung des Festivals erschweren, sagen die Veranstalter.

Eigentlich atmet die Kulturszene gerade auf: Museen sind schon wieder zugänglich, bald öffnen auch Kinos und Theater wieder, erste Veranstaltungen finden wieder statt. Trotzdem haben sich die Veranstalter des Frauenfelder Jazzfestivals „Generations“ nun für die Absage der diesjährigen Auflage entschieden. Statt vom 26. September bis 3. Oktober 2020 soll das „generations“ mit dem für dieses Jahr geplanten Programm mit dem englischen Komponisten und Pianisten Django Bates nun 2021 stattfinden - vom 2. bis 9. Oktober 2021.

Der Hauptgrund dafür liegt nach Angaben der Veranstalter an einem Wesenszug des Festivals - seiner Internationalität. „Selbst bei weiterhin positiver Entwicklung der Infektionszahlen in der Schweiz und einer entspannteren Situation im Herbst, wäre die Internationalität des Festivals bei weiterbestehenden Reisebeschränkungen gefährdet“, schreiben die Organisatoren in einer Medienmitteilung. Internationalität sei für die Attraktivität des Generations aber entscheidend.

Viele Teilnehmer kommen aus der ganzen Welt angereist

„Einerseits bewerben sich jeweils junge Jazztalente aus der ganzen Welt für die Masterclasses. Sie kamen 2018 aus ganz Europa Nordamerika und Asien. Für die einwöchigen Workshops sind Dozierende aus mehreren europäischen Ländern vorgesehen. Anderseits hat Dominik Deuber, künstlerischer Leiter des Generations, sein Programm – ähnlich wie 2018 bei der New Yorkerin Maria Schneider – für die nächste Ausgabe wesentlich auf die Szene um Django Bates herumgebaut. Gerade die weitere Entwicklung der Pandemie in England, wo die Ausbreitung ein besonderes Ausmass angenommen hat, ist heute aber kaum absehbar“, so die Mitteilung weiter.

Ein weiterer Grund der Verschiebung sei aber auch das finanzielle Risiko, schreiben die Veranstalter. „Für Konzerte im Casino und im Saal des Eisenwerks ist das Festival auf ein Mindestmass an verkauften Sitzplätzen angewiesen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist fraglich, ob diese Plätze zur Verfügung stünden und auch das Publikumsinteresse im bisherigen Rahmen ausfallen würde“, heisst es in der Medienmitteilung.

Grosses finanzielles Risiko für die Veranstalter

Zudem befürchten die Veranstalter, dass die Atmosphäre während des Festivals unter der aktuellen Lage leiden könnte: „Der spontane Besuch der verschiedenen Jazzclubs an den Abenden des Festivals wäre zudem durch allfällig weiterbestehende Schutzmassnahmen womöglich immer noch stark eingeschränkt.“

Für Festivallelter Dominik Deuber hat die Absage des „generations“ zumindest einen kleinen positiven Nebeneffekt: Er kann sich nun ganz auf seinen neuen Job als Direktor des Musikkollegiums Winterthur konzentrieren. Dort beginnt er im August 2020.

Tickets für das „generations 2021“ können laut Veranstalter ab Frühsommer 2021 über die Website www.generations.ch gekauft werden.

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