Immer was zu entdecken

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Flurina Hess und Janik Diem von der St. Galler Schule für Gestaltung haben das neue Newsletter-Key-Visual von thurgaukultur.ch gestaltet | © Andreas Tschachtli

Kultur als Wimmelbild: Flurina Hess und Janik Diem von der St. Galler Schule für Gestaltung haben unseren Newsletter neu gestaltet. Das sieht nicht nur toll aus, sondern hat auch einen schönen Hintergrund. (Lesedauer: ca. 2 Minuten)

Wimmelbilder haben eine lange Tradition in der Kunst. Man kann sie bis ins 15. Jahrhundert zu Hieronymus Bosch zurückverfolgen. Pieter Bruegel (der Ältere) nutzte die Form, auch heute gibt es zahlreiche KünstlerInnen, die sich in Wimmelbildern ausdrücken: Jonas Burgert zum Beispiel oder Johann Garber. Was alle diese Werke verbindet: Man kann stundenlang davor stehen und findet doch immer wieder etwas Neues.

Das passt ziemlich gut zum Thurgauer Kulturleben im Allgemeinen, aber auch zu unserem Kulturportal thurgaukultur.ch im Speziellen. Hier wie dort gilt: Es gibt immer etwas zu entdecken. Je mehr man sucht, desto mehr findet man.

Die Thurgauer Kultur und thurgaukultur.ch als Wimmelbild. Das ist die Gesamtansicht. Einzelne Ausschnitte daraus werden künftig unser Erscheinungsbild prägen. Bild: Flurina Hess/Janik Diem/Schule für Gestaltung St. Gallen

Vielfältig, überraschend, nie langweilig

Insofern trifft der neue Look unseres Newsletters ziemlich zielgenau unseren Markenkern: Vielfältig, überraschend, nie langweilig. Illustrationen von Thurgauer Kulturorten mischen sich mit prototypischen Zeichnungen von Kulturschaffen: ein Klavier, ein Mikrofon, Lautsprecher, ein Buch und vieles mehr. Und das alles auf einer dunkelblau grundierten Farbfläche, die immer wieder von roten, taubenblauen und gelben Farbklecksen durchbrochen wird. Diese Elemente werden unser Aussehen in Zukunft prägen. Vor allem im Newsletter, aber nicht nur dort.

Diese, wie wir finden grossartige, grafische Umsetzung unserer Werte ist das Ergebnis eines sehr besonderen Projektes. Entstanden sind die Arbeiten in der Fachklasse Grafik der Schule für Gestaltung in St. Gallen. Sechs verschiedene spannende Konzepte haben die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung von Ramon Lenherr und Andreas Tschachtli erarbeitet.

Flurina Hess und Janik Diem bei der Gestaltung des neuen Designs für den Newsletter von thurgaukultur.ch. Bild: Andreas Tschachtli

Ziel des Entwurfs: Das Kulturleben spürbar machen

Der jetzt ausgewählte Gewinnerentwurf stammt von Flurina Hess und Janik Diem, beide kurz vor ihrem Abschluss. „Nachdem wir uns mit thurgaukultur.ch und der Kultur im Thurgau beschäftigt hatten, war uns klar, dass wir gerne mit Illustrationen arbeiten wollen, in denen man das Kulturleben spüren kann“, sagt Flurina Hess. Also zeichnete sie die verschiedenen Symbole von Hand, während ihr Kollege Janik Diem die passenden Farbflächen dazu komponierte.

Auch die Grundidee eines Wimmelbildes war schnell gefunden: „Man sollte die Lebendigkeit und Gleichzeitigkeit von vielen verschiedenen kulturellen Aktivitäten und Angeboten fühlen und emotional hineingezogen werden“, beschreibt die junge Grafikerin den Ansatz hinter der Idee. „Die LeserInnen sollten sich gleich angesprochen fühlen“, ergänzt Janik Diem. Ausserdem sei das Wimmelbild auch deshalb praktisch, weil man immer wieder neue Ausschnitte wählen kann. Je nach Themen und Ausrichtung des Newsletters. Zudem wird das entwickelte Design künftig auch stärker unsere Social-Media-Auftritte prägen und so für ein einheitlicheres Erscheinungsbild sorgen.

Lebendigkeit und Vielfalt spüren: Eines der Ziele des Designs von Flurina Hess und Janik Diem. Bild: Andreas Tschachtli

Win-Win-Situation für alle Beteiligten

„Solche Kooperationen machen wir sehr gerne, weil es den Praxisbezug in die Ausbildung holt. Für die Schülerinnen und Schüler ist das sehr wertvoll, weil sie so erleben, wie ein Projekt mit einem realen Kunden nach der Ausbildung laufen kann“, erklärt Andreas Tschachtli, der Leiter Fachklasse Grafik.

Anfragen für derlei Kollaborationen bekomme die Schule häufig: „Es gilt dann abzuwägen, welche Anfragen für die Lernenden in der entsprechenden Ausbildungsstufe geeignet sind. Auch muss ein/e mögliche/r AuftraggeberIn sich darauf einlassen können, dass sie mit Lernende ein Projekt bearbeiten und weiter ist es wichtig dass die Projekte die Gestaltungsbüros vor Ort nicht konkurrenzieren. Somit kommen Anfragen von kommerziellen Unternehmen nicht in Frage“, so Tschachtli.

Grosse Ideenvilfalt der jungen GrafikerInnen

Am Ende profitierten im konkreten Fall alle davon: Die SchülerInnen konnten sich an einem lebensechten Modell ausprobieren und wir von thurgaukultur.ch freuen uns über die Ideenvielfalt der jungen GrafikerInnen, die wir uns so auf dem freien Markt als kleine gemeinnützige Aktiengesellschaft, ehrlicherweise nicht hätten leisten können.

Jetzt sind wir gespannt, wie euch unser neuer Look gefällt: Schreibt uns doch! Gerne per Mail an redaktion@thurgaukultur.ch

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Das Konzept im Ausschnitt: Zwei mögliche Titelbilder für unsere Newsletter. Bild: Flurina Hess/Janik Diem

 

 

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