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Leistungsschau des Thurgauer Kulturschaffens

Leistungsschau des Thurgauer Kulturschaffens
Die ausgezeichneten Künstler:innen mit Regierungsrätin (von links): Regierungsrätin Denise Neuweiler, Meinrad Schade (Fotografie), Neil Höhener (Tanz), David Flütsch (Musik), Lulu Cora Süss (visuelle Kunst), Jana Dünner (Tanz), Philipp Kuhn (Leiter Kulturamt) und Lina Maria Sommer (visuelle Kunst) | © zVg

Die Vergabefeier der diesjährigen Kulturförderbeiträge des Kantons zeigte einmal mehr, die Vielfalt und Lebendigkeit der Thurgauer Kulturszene. (Lesedauer: ca. 2 Minuten)

Es gibt ja immer noch Menschen, die behaupten der Thurgau sei ein zu vernachlässigender kultureller Erlebnisraum. Dass das Quatsch ist, wissen alle, die sich regelmässig im Thurgauer Kulturleben bewegen. Beleg für die Lebendigkeit der Szene ist zudem die einmal im Jahr stattfindende Vergabefeier der Kulturförderbeiträge des Kantons.

Die mit 25’000 Franken dotierten Auszeichnungen wollen nicht nur Anerkennung des bisher Erreichten sein, sie wollen auch anspornen den Weg weiterzugehen. Insofern kann man bei jeder Vergabefeier ziemlich sicher davon ausgehen, auf spannende und engagierte Künstler:innen zu treffen. 

Feinfühlig und präzise beobachtet

In diesem Jahr hatte die Fachjury aus 57 Bewerbungen sechs Thurgauer Künstlerinnen und Künstler ausgewählt: Jana Dünner, Tanz, David Flütsch, Musik, Neil Höhener, Tanz, Meinrad Schade, Fotografie, Lina Maria Sommer, visuelle Kunst, und Lulu Cora Süss, visuelle Kunst. Wer die Porträts der Künstler:innen auf thurgaukultur.ch gelesen hatte, der wusste schon vor diesem Abend - jede:r der Ausgezeichneten ist auf ganze eigene Weise besonders.

 

Die Porträtserie bei thurgaukultur.ch

Einmal im Jahr vergibt der Kanton Thurgau seine Kultur-Förderbeiträge an Künstler:innen mit Bezug zum Thurgau. Die diesjährigen Gewinner:innen haben wir in den vergangenen Wochen in Porträts vorgestellt.

Jana Dünner: Sie will einfach nur tanzen
Meinrad Schade: Verbrannte Erde
Lulu Cora Süss: Im unendlichen Fluss von Bedeutungen
Neil Höhener: Ein Leben im Moment
Lina Maria Sommer: Ein Prozess des Herantastens
Dave Flütsch: «Musik ist für mich existenziell.»

Alle Texte sind in einem Themendossier gebündelt. Dort finden sich auch Porträts früherer Preisträger:innen.

 

Die feinfühligen und präzise beobachteten Laudationes zu den einzelnen Künstler:innen stellten Talent, Engagement und Ehrgeiz der Ausgezeichneten heraus. Regierungsrätin Denise Neuweiler würdigte in ihrer Ansprache den Mut und die Entschlossenheit der sechs Förderbeitragsempfängerinnen und -empfänger, in ihrer jeweils eigenen Kunstform Herausragendes zu erschaffen und Grossartiges zu erreichen.

Regierungsrätin lobt den Mut der Künstler:innen

Besonders freue sie, dass in diesem Jahr viele Kulturschaffende ausgewählt worden seien, die sich in besonderem Masse für das kulturelle Leben im Kanton einsetzen und viel Zeit und Energie in die Nachwuchsförderung, die Vermittlung ihrer Kunst und das Stärken des jungen Kunstschaffens investieren würden, so Neuweiler.

Was man mit dem Preisgeld anstellen kann, das führte die im Vorjahr ausgezeichnete Musikerin Irina Ungureanu vor. Sie kümmerte sich um den musikalischen Teil der Feier. Mit ihren 25’000 Franken wollte die vielseitig talentierte Sängerin unter anderem vertieft an neuen, eigenen Liedern auf Schweizerdeutsch arbeiten sowie weiter an ihrem multiinstrumentalen Set-up experimentieren. 

Nimmt man den grossen Applaus des Publikums im Weinfelder Theaterhaus zum Massstab, dann ist das Vorhaben geglückt. Mit Wortwitz und Experimentierlust hatte sie sehr praktisch und eindrücklich beweisen, was Kulturförderung leisten kann. 
 

Bewerbung um einen Förderbeitrag

Wer selbst mal einen Kulturförderbeitrag bekommen möchte, kann sich darum bewerben. Die Auszeichnung wird laut Kulturamt des Kantons an Künstlerinnen und Künstler ausgerichtet, „die durch ihren Leistungsausweis und ihr Potenzial überzeugen und konkrete Zielsetzungen und Pläne für ihre künftige Tätigkeit darlegen können.“ Um einen Förderbeitrag bewerben können sich professionell tätige Kulturschaffende aller Sparten, die ihren gesetzlichen Wohnsitz im Thurgau haben oder einen engen persönlichen Bezug zum Kanton aufweisen (wobei das Bürgerrecht nicht ausschlaggebend ist).

 

Eine Fachjury unter Leitung des Kulturamt Thurgau entscheidet über die Vergabe der Auszeichnungen.

 

Der diesjährigen Jury gehörten an: Annette Amberg, Kuratorin; Marcel Grissmer, Theaterschaffender; Ray Hegelbach, Kunstschaffender; Lea Gabriela Heinzer, Musikerin; Raphael Hugentobler; Musikveranstalter; Pat Kasper, Musiker; Patrizia Keller, Kuratorin; Carina Neumer, Tanzschaffende; Simone Reutlinger, Musikerin; Anja Tobler, Schauspielerin; Laura Vogt, Autorin; Regula Walser, Lektorin; Julia Zutavern, Filmschaffende; Michelle Geser, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Kulturamtes (Vorsitz).

 



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Bewerbungsdauer: 1. Juli bis Mitte August 2026 über die digitale Gesuchsplattform der Kulturstiftung Thurgau.

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